Musepack ist der Tipp für hochwertige Audiokompression. Der Kommandozeilen-Encoder wird von zahlreichen Rippern und Konvertern unterstützt (z.B. EAC, CDex, foobar2000).
Auch die Wiedergabe mit Winamp und zahlreichen anderen Playern ist dank Plugins und DirectShow-Filter kein Problem.
Das kostenlose Open-Source Programm ist für verschiedene Betriebssysteme verfügbar.
Musepack ist ein reiner Subband-Coder, so dass zunächst eher Ähnlichkeiten zu MPEG Layer 1 und 2 (MP1, MP2) als zum derzeit gebräuchlichsten Format MP3 bestehen. Das eigentliche Format - die Bitstromsyntax - beinhaltet effiziente Methoden zur verlustfreien Kompression. Zusammen mit einer Vielzahl von Erweiterungen und Optimierungen am psychoakustischen Modell erreicht das Format eine hervorragende, nahezu transparente Qualität bei Bitraten von ~160-170 kbps.
Leider sind kaum portable Geräte im Handel, die Musepack von Haus aus abspielen. Eine alternative
Rockbox-Firmware bringt einigen Playern jedoch Musepack bei. Auch einzelne Modelle des Herstellers Cowon spielen inzwischen Musepack ab.
Mit
Version 1.16 erstellte Audiodateien ermöglichen nun schnelles und genaues Anspringen von Titelpositionen. Wer gerne mit dem Fortschrittsbalken eines Audioprogramms durch Titel navigiert, hat nun mehr Freude mit Musepack.
Voraussetzung ist, dass die Abspielsoftware den ebenfalls überarbeiteten Decoder verwendet. Für aktiv weiterentwickelt Player oder Plugins dürften also bald entsprechende Updates folgen.
Mit älteren Musepack-Versionen erstellte Audiodateien sollen ebenfalls von den Verbesserungen profitieren. Positionssprünge seien hier zwar nicht immer bitgenau, aber nach bisherigen Tests ohne störende Nebeneffekte, heißt es in Entwicklerkreisen.