|
||
![]() |
Home Page : News : ALLGEMEIN : Berlinale-Rückblick 2007
DIE TOP 10 Zugegeben, zwei der besten Filme der Berlinale liefen im Wettbewerb außer Konkurrenz und kommen bald ins Kino: Paul Schraders „The Walker“ und Clint Eastwoods „Letters from Iwo Jima“. Diese beiden sehr zu empfehlenden Filme habe ich bei der folgenden Liste ausgespart, geht es bei der Berlinale doch vor allem um die unbekannten Produktionen. 10. SUBSTITUTE – Vikash Dhorasoo (Internationales Forum) Dokumentation über die WM 2006 aus Sicht des französischen Ersatzspielers Vikash Dhorasoo, der mit einer Super 8 Kamera ausgestattet über das harte Schicksal eines Einwechselspielers philosophiert. Ein schöner Gegenentwurf zu Sönke Wortmanns „Sommermärchen“. 9. LA LEÓN – Santiago Otheguy (Panorama) Ein langsamer Film um ein von der Außenwelt fast komplett abgeschnittenes Dorf in Argentinien, der vor allem durch großartige Schwarz-Weiß-Aufnahmen besticht. 8. FAY GRIM – Hal Hartley (Panorama) Hal Hartley ist bekannt für schräge Filme und der neue Film macht seinem Ruf alle Ehre. Eine Hausfrau gerät über Umwege in ein Komplott, in das so ziemlich jeder Geheimdienst dieser Welt verstrickt ist. Vor allem in der ersten Hälfte ein wahnsinnig komischer Film. 7. EYE IN THE SKY – Nai-Hoi Yau (Internationales Forum) Ein Hongkong-Thriller im besten Sinne. Stark inszeniert, hervorragend gespielt und wahnsinnig spannend. 6. NE TOUCHEZ PAS LA HACHE – Jacques Rivette (Wettbewerb) Der neue Film des großen Regisseurs Jacques Rivette ist eine sehr altmodisch inszenierte Balzac-Verfilmung und daher nicht etwas für jedermann. Und doch ist hier in jeder Minute zu spüren, dass ein Meister am Werk ist. 5. SHOTGUN STORIES – Jeff Nichols (Internationales Forum) Eine echte Überraschung dieser Debut-Film von Jeff Nichols. Siehe Text oben. 4. EL OTRO – Ariel Rotter (Wettbewerb) In langsamen und ruhigen Einstellungen erzählt Ariel Rotter, dessen wundervollen Studentenfilm „B. Aires“ es mittlerweile auch hierzulande als DVD zu kaufen gibt, von einem Mann, der mit dem Gedanken spielt, eine neue Identität anzunehmen. Ein zwar langsamer, aber hoch intelligenter Film, für den Hauptdarsteller Julio Chávez zurecht mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. 3. O ANO EM QUE MEUS PAIS SAIRAM DE FERIAS – Cao Hamburger (Wettbewerb) Der brasilianische Wettbewerbs-Beitrag leitete das Festival wunderbar ein. Eine Geschichte um einen Jungen, dessen Eltern während der Militärdiktatur 1970 in den „Urlaub“ fahren müssen. Der Schrecken der Diktatur ist hervorragend in den Film eingebette – nämlich kaum sichtbar, so wie die Menschen ihn auch damals erlebt haben müssen. 2. AWAY FROM HER – Sarah Polley (Panorama) Die großartige Julie Christie spielt eine Alzheimer-Patientin. Wie schon in Isabel Coixets „Mein Leben ohne mich“, bei dem sie die Hauptrolle spielte, gelingt es Sarah Polley hier, einem ernsten und traurigen Thema eine positive und poetische Note zu verleihen. Ein sehr bewegender, hervorragend gespielter Film. 1. LES TÉMOINS – André Téchiné (Wettbewerb) Ein richtiges Überraschung-Highlight gab es dieses Jahr nicht, daher steht auf Platz Eins konsequenterweise der insgesamt stimmigste Wettbewerbs-Beitrag. André Téchiné gelingt es, seine Geschichte um eine Gruppe von Freunden vor dem Hintergrund der AIDS-Entdeckung 1984, nicht zum depressiven Melodram werden zu lassen. Ein großartig inszenierter Film mit hervorragenden Darstellern, der nur im letzten seiner drei Kapitel etwas von seinem Zauber verliert.
|
|
|||||||||||||||||