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Home Page : News : HARDWARE : IFA 2005


IFA 2005
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(MPeX.net/LL - 06.09.2005) - Alle zwei Jahre gibt die Unterhaltungsindustrie auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin ihre neuesten Errungenschaften zum Besten. So auch in diesem Jahr, auf der der IFA 2005. Sowohl Fachbesucher als auch interessierte Laien bekommen auf über 90.000 Quadratmetern und von rund 1000 Ausstellern mal mehr, mal weniger Innovatives präsentiert. Eine schier unendliche Auswahl an Elektronikprodukten schmeicheln visuell sowie akustisch den Sinnesorganen des Besuchers, wobei dieser leicht den Überblick verlieren kann.

Sind so zum Beispiel Unternehmen rund um Plasma-TV-Geräte noch recht übersichtlich sortiert, scheint die Anzahl von Anbietern digitaler Audio Player nahezu unendlich. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass gleich eine ganze Halle dem Thema "Digital Music" gewidmet wurde. Bekannte Größen wie Archos oder Apple finden sich neben auffällig vielen asiatischen Herstellern wieder, von deren Namen hierzulande vermutlich die wenigsten schon einmal etwas gehört haben.

Mini-Kino von Archos - der AV 400 Der aufmerksame Beobachter wird dabei jedoch schnell feststellen, dass viele der eigentlich so verschiedenen Player gar nicht so unterschiedlich sind. Und tatsächlich: Hersteller asiatischer Herkunft - die ohnehin die Produktion für die "Großen" leisten - strömen mit ihren Erzeugnissen auf den Markt. Warum den Vertrieb andere machen lassen, wenn man es doch selber auch (versuchen) kann. Des Rätsels Lösung sei also für all jene gefunden, die sich verdächtig ähnelnde Produkte bei zwei vermeintlich unterschiedlichen Firmen gefunden zu haben.

Doch egal welches Unternehmen hinter der Ware zu stecken scheint - ein gemeinsamer Trend ist unverkennbar. Wie auch in der Mobilfunkbranche, werden die Geräte zunehmend zu multimedialen Alleskönnern. War das Handy ursprünglich für das Telefonieren konzipiert, gleicht es inzwischen einem interaktiven Büro; es kann fast alles, außer Kaffee kochen. Ein ähnliches Schicksal hat auch den guten "alten" digitalen Music Player ereilt. Dessen Fähigkeiten gehen oftmals über das einfache Musikabspielen hinaus. Farbbilschirm und Kamera bringen Bewegung ins Spiel, wobei auch Letztgenanntes wörtlich genommen werden darf. Ein Gameboy der ersten Generation kann längst gegen die ordentliche Pixelflut der meisten in die MP3-Player integrierten Spiele einpacken.

Samsung YP-T8 im Handyformat mit bis zu 2GB Flashspeicher Selbsverständlich lassen sich auch Videos auf den Winzlingen abspielen, wie unter anderem Samsungs YP-T8 unter Beweis stellt. Aber wofür das alles? Vor allem die jüngere Zielgruppe weiß diese Frage zu beantworten, denn schließlich will man die Video-Clips seiner Lieblingsstars nicht nur zu Hause auf MTV anschauen, sondern sie auch immer in der Hosentasche abrufbereit mitsichführen können. Um sich allerdings nicht die Augen zu verderben, sollte es in der Tat nur bei der Betrachtung einzelner Video-Clips bleiben - für den Genuss eines Spielfilms werden größere Geräte empfohlen, wie zum Beispiel der AV400 aus dem Haue Archos. Dieser ist jedoch weit mehr, als nur ein Audioplayer; der Vergleich mit einem Mini-Kino wird dem schon eher gerecht.



Schön und schön klein.

Wer auf das Herumtragen einer Mattscheibe verzichten kann, erhält als Gegenleistung fast nichts - und das im positiven Sinne. Immer winziger werden die Geräte, die wirklich einzig und allein dem Hörgenuss verschrieben wurden. Schön klein sind diese - manchmal auch zu klein. Auch kleine Löcher in Hosentaschen könnten demnach künftig jede Menge Ärger verursachen. Stilistisch bietet sich dem Auge ein facettenreiches Bild. Angefangen von Tamagotchi-ähnlichen Gebilden mit einer entsprechend gewöhnungsbedürftigen Farbgebung über den PVC-Look bis hin zum edlen Alu-Design wird alles feilgeboten, was der Markt anscheinend verlangt.

Tamagotchi oder MP3-Player? - der M7000 Dass geringe Ausmaße nicht unbedingt mit geringer Quantität gleichzusetzen ist, verdankt man nicht zuletzt dem sich rasch weiterentwickelnden Markt des Flash-basierten Speichermediums. Auf immer kleinerem Raum findet immer mehr Speicher platz - bestes Beispiel hierfür ist der klangvolle Miniwürfel namens Q-Be. Daher macht der, für digitale Audio-Player bereits totgesagte, Flashspeicher durchaus den Festplatten basierten Playern konkurrenz. Interne Speicher mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Gigabyte sind keine Seltenheit mehr. Zudem gelten diese nicht flüchtigen Speicherchips als absolut erschütterungsbeständig und sind daher bis zu einer gewissen Kapazität den mechanischen Festplatten gegenüber im Vorteil.

Was momentan auf dem Flashspeicher-Markt möglich ist, zeigt uns Marktführer und Trendsetter SanDisk. Waren auf der letzten IFA noch beachtliche vier Gigabyte das Höchste der Gefühle, kommt das Unternehmen nun mit einer Ultra II CompactFlash-Karte mit acht Gigabyte daher. Diese Zahl lässt die Augen jener aufblitzen, die über Player mit austauschbaren Erweiterungskarten verfügen. Traurig drein wird jedoch die Brieftasche schauen, denn der kleine Chip schlägt mit circa 700 Euro zu Buche. Dass auch hier die Preise mittelfristig sinken werden, ist nicht zu bezweifeln, aber diesbezüglich haben die so genannten Micro Drives, sprich: Festplatten, die Nase deutlich vorn.

noch mehr Power im CompactFlash-Segment: 8GB von SanDisk Erwartungsgemäß blieben bahnbrechende Neuerungen im Bereich der digitalen Audio-Player aus. Viel mehr wurden vorhandene Technologien weiterentwickelt und verfeinert. Da der Hype auf MP3-Player und die noch immer steigenden Verkaufszahlen ungebrochen scheinen, tummeln sich immer mehr Anbieter auf dem Markt, um ein Stück vom gewinnbringenden Kuchen abzubekommen. Die Geräte werden kleiner und die Speicherkapazitäten etwas größer. Immer ähnlicher werden sich die Bedienelemente; ein Gros der Player wird über Steuerkreuze bedient, die Zwecks Tastenreduzierung Einzug gehalten haben. Vorteil dieses Aspekts ist, dass man auch ohne umfangreiche Instruktionen auf Anhieb fast jedes Gerät bedienen kann. Klarer Nachteil: Einige Produkte sind sich derart ähnlich, dass man sie nur noch anhand des aufgedruckten Markennamens zu unterscheiden vermag. Geradezu erfrischend wirken da schon jene Fabrikate, die sich direkt über das Display via Touchscreen Befehle ersteilen lassen, so wie es beispielsweise beim U-10 von iriver der Fall ist. Hier wird die Fläche effektiv vom 2,2 Zoll großen Bildschirm genutzt, da auf platzraubende Tasten komplett verzichtet werden konnte.

Die viel zitierte Qual der Wahl hat letztendlich der Käufer, der den digitalen Audio Player seiner Begierde aus einer beachtlichen Angebotsmenge wählen darf - oder muss. Ähnlich eines Autokaufs, entscheidet auch hier die Liste der Extras über den Preis. Der Kleinwagen ist schon für unter 30 Euro erhältlich, bei Luxuslimousinen mit großem Farbdisplay und netten Spielereien gestalten sich die Preise nach oben hin offen - weit offen. So warten wir gespannt auf die IFA 2007 und lassen bis dahin unsere Fantasie spielen, wie zum Beispiel künftig der kleinste MP3-Player der Welt aussehen wird; immer vorausgesetzt, man kann ihn noch ohne Mikroskop erkennen...

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