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Home Page : News : ALLGEMEIN : Musik ist Geschmacksache, Musiksuche jetzt auch.


Musik ist Geschmacksache, Musiksuche jetzt auch.
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(MPeX.net/DB - 21.11.2004) - Musik finden, ohne zu Wissen was man konkret sucht?! So in etwa könnte man die Aufgabenstellung beim RECO.Engines-Wettbewerb umschreiben, den musicline.de zur Popkomm 2004 präsentierte. Am Start waren vier Musikempfehlungssysteme, die dem Nutzer individuelle Musikvorschläge unterbreiten: SoundLike, SoundProfiler, MusicLens und Hifind.
Kaum jemand ist noch in der Lage, das heutige Musikangebot zu überblicken. Die Herausforderung besteht also darin, unkonkrete Wünsche ("soll rocken wie AC/DC") oder beispielsweise emotionale Kriterien (Schmusenummern für romantische Abendessen) suchbar zu machen, ohne sich vorher auf Interpreten oder Genre festlegen zu müssen.

Alle vier Kandidaten bieten interessante und teilweise sehr unterschiedliche Lösungen. Der Wettbewerb ist inzwischen entschieden: Bei den rund 600.000 Onlinetestern kam MusicLens am Besten an. Die Fachjournalisten von NDR, WDR und ct' favorisierten dagegen HiFind.

Derartige Techniken werden bald fester Bestandteil der Online-Musiksuche sein, weshalb wir die Kandidaten und ihre Funktionsweise vorstellen möchten:

Der SoundProfiler erstellt ein persönliches Nutzerprofil. Zunächst bestimmt man grob eine Stilrichtung und lässt sich 10 Titel vorschlagen. Unbekannte Titel kann man vorhören und die Auswahl dann auf einer Plus/Minus-Skala bewerten. Im nächsten Schritt erscheint eine neue und auf die letzte Bewertung aufbauende Auswahl. Diese wird wiederum bewertet und somit sukzessive vertieft. Was im Verlauf der Suche gefällt, lässt sich für spätere Recherchen vormerken oder auch gleich online einkaufen.

Hifind fährt im ersten Suchabschnitt dreigleisig: Eine Textsuche liefert Songs, deren Titel, CD oder Interpret eine gewisse phonetische Übereinstimmung mit der Eingabe haben. Sogenannte Mood-Channels unterbreiten dagegen Titelvorschläge auf Basis von Stimmungen wie "Chill Out Lounge" oder "Rock Party". Als dritter im Bunde bietet der "Explorer" Titelvorschläge auf Basis diverser Kriterien aus den Bereichen Genre, Stimmung, Tempo, Instrumente und Situation an. Die jeweiligen Treffer des ersten Suchabschnitts dienen dann als Basis für die Suche nach ähnlichen Songs. Auch hier gilt das Motto: Songs ggf. vorhören und bei Gefallen anklicken, was zu neuen konkretisierten Vorschlägen führt.

Ein optisch sofort ansprechender Kandidat ist MusicLens. Durch einfache Schieberegler gibt man für bis zu 10 Kriterien an, wie wichtig sie bei der persönlichen Musiksuche sind. Beispiel: mittleres Tempo, gut tanzbar, eher männlicher Gesang und zeitlich im Bereich der 70er angeordnet. Die Titelvorschläge können wie bei den anderen Systemen wiederum als Ausgangspunkt für die weitere Recherche dienen.

Einen ganz anderen Weg schlägt AudioID SoundsLike vom Fraunhofer Institut ein. Eigentlich ist die Empfehlungsmaschine ein Nebenprodukt des hauseigenen digitalen Wasserzeichens: AudioID analysiert Titel auf Merkmale wie z.B. Klangfarbe, Tempo oder Dynamik und erstellt daraus einen digitalen "Fingerabdruck".
Konkret gibt man bei SoundsLike einen bekannten Titel ein und lässt sich aus der Datenbank Titel mit ähnlichen Fingerabdrücken vorschlagen. Diese kann man vorhören und auf die Treffer aufbauend die Suche fortsetzen. Das System arbeitet also vollautomatisch, ohne dass ein Musikexperte die Titel vorher nach bestimmten Kriterien bewertet hat.

Nutzwert plus Spassfaktor

Alle Systeme funktionieren recht gut und bieten neben dem Nutzwert auch einen hohen Spassfaktor. Und hier liegt mit Sicherheit ein wesentlicher Reiz und Grund für den zu erwartenden Erfolg dieser Systeme: Selbst wenn nur zum Spass Metalgranaten mit elfenhaften Frauenstimmen kombiniert werden, kommt immer auch die eine oder andere persönliche Neuentdeckung dabei heraus.
Tipp: Bei musicline.de können die Systeme noch für eine Weile getestet werden.

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