Ähnlich sieht es bei den Slim-CD-Playern aus, auch hier ist Ogg-Unterstützung geplant. Noch immer hält iRiver mit 13,7 mm den Rekord der flachsten CD-Player namens SlimX, mittlerweile in Version 500 und 550 angekommen. Hierzu gesellt sich ab Oktober als neues Einsteigermodell der iMP-700 zu einem unverbindlichen Verkaufspreis von 129 EUR. Der IMP-700 ist ein dickerer, robuster Player mit großem Display auf dem Player, in den Farben gelb und blau und spricht wohl eine jüngere, sportliche Zielgruppe an.
Flashplayer waren ursprünglich bei iRiver gar nicht geplant, bis der leitende Ingenieur in einem Privatprojekt eines Abends eine Schaltung mit einem interessanten Philips-Chip herstellte, die aufgrund seines geringen Stromverbrauches sich ausgezeichnet für Flash-Player eigne. Nachdem er CEO Joon Yang mitteilte er brauche nur circa sieben Tage, um eine fertige serienfreie Schaltung zu erstellen, bekam er grünes Licht und die iFP-Serie war geboren.
Gerde in Asien, so Chen, sei der Absatz von Flash-Playern überwältigend. Dort wird besonders auf kleine Geräte Wert gelegt und so sei man dort bereits kurz nach Produkteinführung unter den Firmen, die am meisten Flash-Player verkaufen. Bei allen Playern ist der Speicher fest eingebaut - Erweiturung über Speicherkarten ist momentan nicht geplant. Diese Strategie erlaubt es, Speicher in grossen Mengen fest zu verbauen und Kosten für eine Lesemechanik zu sparen. Dafür wird bei den Speichergrößen nicht gespart. Die kleinste Version des Flagschiffs iFP-500 hat bereits 256 MB Speicher eingebaut, eine 512 MB sowie eine 1 GB Version in gleicher Größe sind auch verfügbar.
Interessiert zeigte sich Chen über unsere Anregung eines Produkts mit OpenSource-Firmware, an der Benutzer die Möglichkeit haben, ihr eigenes Produkt zu verbessern. Wenn eine Firma innovativ und flexibel genug scheint, um soetwas im digitalen Audio-Bereich zu realiseren, dann iRiver. Wie es mit Lizenzen und Offenlegung von Code gegenüber unerwünschter Konkrrenz aussieht könnte vor Ort nicht beurteilt werden. Zumindest ein Player, der Schnittstellen zur weiteren Entwicklung zuläßt, wäre doch wirklich wünschenswert.
Für 2004 ist laut Roadmap eine neue Speichertechnologie geplant. Einzige verknüpfbare Auskunft hierbei ist, dass es Verbindungen zum Ingenieur des finanziell gescheiterten Dataplay-Projekts gibt. Ob und was hier geplant ist, läßt iRiver im Dunkelen. Es wäre aber durchaus an der Zeit, einen kleinen, günstigen und wiederbeschreibbaren Magneto-Optischen Speicher und dazugehörige Player auf dem Markt zu etablieren.
Neue Player sollen zukünftig jeweils im Frühjahr zur CeBIT und im Herbst zur IFA-Zeit vorgestellt werden. Zum weiteren Wachstum von iRiver und zur Entwicklung von neuen Produkten plant man für 2004 offen den Börsengang in Korea. Man hat noch viel vor bei iRiver. Geplant sind in den nächsten fünf Jahren viele weitere Produkte abseits von reinen tragbaren Playern, die digitales Audio, Computertechnik, Entertainment und Kommunikation zusammenführen sollen.