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IFA: Sandisk mit Compact Flash bis 4 GB, Nextway mit USB-Hostplayer

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02.09.2003 | Von Gregor Lawatscheck

Marktführer SanDisk zeigt auf der IFA Neuigkeiten in Sachen Speichergrößen- und Preisentwicklung bei Speicherkarten. Traditionell sind CompactFlash-Karten seit Jahren der günstigste nicht-flüchtige Festspeicher mit den größten verfügbaren Speichergrößen auf dem Markt.

Dieses Jahr liegt die Meßlatte für Compact-Flash bei 4 Gigabyte, die völlig ohne bewegliche Teile realisiert sind. Preislich natürlich noch teuer bei 1000 EUR zeigt sich hier allerdings bereits, was zur nächten IFA in erschwingliche Reichweiten fallen sollte. Pro Jahr fällt der Preis der Festspeicher um bis zu 50% und ist mittlerweile kaum mehr teurer, als ein flüchtiger SDRAM in einem Speicherblock.

SanDisk Ultra II CompactFlash Dementsprechend sind 512 MB Compact-Flash bei knapp 130 EUR gegenüber den vergangenen zwei Jahren nun bezahlbar und durch die auf der IFA vorgestellten neuen Ultra II Serie von SanDisk auch noch um den Faktor 10 schneller geworden. Bekannte Compact-Flash Karten bieten einen Datendurchsatz von circa 1 MB/sec, die neue Ultra II Serie schafft es auf 9 MB/sec beim Beschreiben und 10 MB/sec beim Lesen. Dies ist vornehmlich bei Kameras sinnvoll, da hier schneller hintereinander Bilder geschossen werden können, aber auch beim generellen Beladen eines Compact-Flash ist der Zeitgewinn natürlich nützlich. Ultra II CF-Karten taugen nun sogar als Festplattenersatz in selbstgebauten Mini-ITX Home-Cinema PCs.

Die kleinen MultiMedia/SD-Cards liegen maximal bei 512 MB und sind mit knapp 250 EUR doppelt so teuer, liegen nun aber auch in einer Ultra II Serie mit schnellerem Datendurchsatz vor. SmartMedia ist mit einer momentan maximalen Kapazität von 128 MB weit abgeschlagen. Interessant ist der Preisunterschied zwischen Microdrives mit circa 1 GB und Compact-Flash zu beobachten. Während Microdrives wesentlich mehr Strom verbrauchen und ihre beweglichen Teile leichter Schaden nehmen können, so sind sie momentan nur noch 25% billiger als ein Festspeicher. Die weitere Einwicklung wird hier spannend zu verfolgen sein.

Es fiel auf der IFA auf, dass zwar neue MP3-Player mit Microdrive ähnlichen Laufwerken gebaut werden, aber keine CompactFlash-Player mehr. Der Thomson Lyra der ersten Generation mit CF-Einschub ist mittlerweile eingestellt, es bleibt der Pontis 600 der nun auch schon zwei Jahre auf dem Buckel hat, aber noch zeitgemäß und bezahlbar ist. Bei Flash geht der Trend entweder zu sehr kleinen Playern, die nicht erweiterbar sind und deren Speicher fest eingebaut ist oder zu Playern mit MMC/SD-Karten. Player mit fest eingebautem Speicher sind billiger umsetzbar, da auf Kartenleser verzichtet werden können und Speicherzellen in Masse ohne Hülle eingekauft werden können. Der Nachteil liegt auf der Hand: Der Speicher kann nicht eben mal in der Digitalkamera oder am PC zum Datentransfer verwendet werden und auch eine Zweitkarte kann nicht einfach direkt abgespielt werden.

Nextway USB Host-Player Designstudie Um dieses Loch zu stopfen schickt sich die koreanische Firma Nextway an, einen sogenannten Host-Player für USB-Speichersticks auf den Markt zu bringen. Laut Ted Lee von Nextway werden USB-Sticks jetzt auch in Europa zunehmend eine beliebte Alternative zur Diskette. Viele Laptop-Hersteller liefern mittlerweile einen USB-Flash-Speicher statt eines Diskettenlaufwerks mit. Um von diesem stiftförmigen Speicher auch unterwegs Musik hören zu können, statt nur Dokumente mit sich zu tragen, bietet der Hostplayer statt eigenem Speicher einen USB-Einschub, in den ein USB-Flash-Speicher geschoben werden kann. Nextway versucht momentan noch die Kompatibilität zu allen verfügbaren USB-Speichern herzustellen, bevor es noch im Oktober in die Massenproduktion gehen soll. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft soll der USB-Hostplayer noch seinen Weg auf den deutschen Mark finden . Ein Preis steht noch nicht abschließend fest, da der Player selbst keinen Speicher mitliefert, dürfte der Preis wohl weit unter 100 EUR liegen.

SanDisk Cruzer Mini USB-Speicherstick SanDisk selbst plant unter dem Namen "Cruzer Mini" in Europa zukünftig USB-Flash-Sticks anzubieten. Das Produkt läuft in den USA so gut, dass es bei der Produktion bereits zu einigen Lieferschwierigkeiten gekommen ist. Die Nachfrage vom Handel ist so stark, dass SanDisk Pressesprecher Bob Goligoski das eigene Produkt der Firma im Computerladen einkaufen muss, um es der Presse vorstellen zu können. Mit dem wirklich großen Zuwachs bis 2007 rechnet SanDisk übrigens bei den MiniSD-Karten in Größe eines SIM-Card-Chips, die vermehrt als Speicher in Mobiltelefonen verbaut werden und noch dieses Jahr 256 MB erreichen sollen.


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Re: IFA: Sandisk mit Compact Flash bis 4 GB, Nextway mit USB-Hostplayer (Xabbel, 11.10.03 22:05)

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