(MPeX.net/LB - 11.04.2003) -
Die Los Angeles Times berichtet, dass Apple vermutlich die Übernahme eines der fünf größten Major Labels Universal Music von Vivendi Universal in Erwägung zieht. Mit dieser Übernahme würde Apple-Chef Steve Jobs zu einem der mächtigsten Männer im Musikgeschäft. Bisher haben weder Vivendi Universal noch Apple diese Gerüchte bestätigt. Im Gespräch sei eine Übernahmesumme von rund 6 Milliarden Dollar, so die LA Times heute.
Universal Music hat Bands und Künstler wie U2, Limp Bizkit, Johnny Cash oder Luciano Pavarotti unter Vertrag, die ihren Teil zum Jahresumsatz von rund 6,8 Millarden Dollar beitragen. Im letzten Jahr musste Universal Music einen Gewinneinbruch von 23 Prozent auf 510 Millionen Dollar hinnehmen.
Auch bei Apple sieht es nicht ganz so rosig aus. Wie der Kaufpreis aufgebracht werden soll ist eine interessante Frage, denn im letzten Quartal machte Apple einen Verlust von ca. 8 Millionen Dollar und erzielte einen Umsatz von 5,74 Milliarden Dollar.
Mit dem iPod-Player ist Apple bereits seit einiger Zeit im Audio-Portable Bereich vertreten und erfreut sich großer Beliebtheit. Jobs wurde von der Musikbranche beschuldigt, mit dem Slogan "rip, mix, burn" (rippen, mixen, brennen) regelrecht zur Piraterie aufzurufen. Wenn Apple nun durch den Kauf von Universal Music selbst in das große Musikgeschäft einsteigen sollte, könnte das interessante Folgen haben. Schon im vergangenen Monat hat Apple einen eigenen Online-Musikservice angekündigt, der natürlich durch den Kauf von Universal Music ein vielversprechender Kandidat am Himmel der Musikdienste werden könnte.