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Home Page : News : MUSIK : Pressplay: Flatrate der erste Weg zur Besserung
(MPeX.net/ - 01.08.2002) - Ohne viel Publicity verkaufen die großen Plattenlabel seit Anfang des Jahres ausgewählte Titel ihres Kataloges im Internet. Für Universal, Sony und EMI heißt die Plattform Pressplay und arbeitet mit Windows Media Audio (WMA). Da die Kunden aus drei einfachen Gründen ausbleiben, soll nun durch eine Flatrate zumindest ein Stein aus dem Weg geschafft werden. Für umgerechnet knapp über 15 Euro im Monat, bei einem Jahresabo, soll bei Pressplay nun die Möglichkeit bestehen eine unbegrenze Anzahl von Titeln herunterzuladen oder zu streamen. Pro Monat soll dem Kunden erlaubt werden, bis zu zehn Titel - also ungefähr ein Album - von WMA als Audio-CD zu brennen. Die drei großen Musiklabels mit amerikanischen Vertriebspartern wie MP3.com, Yahoo und MSN besitzen ungefähr die Hälfte des weltweiten Musikangebots. Obwohl Titel von Künstlern wie Lenny Kravitz, Eminem und Britney Spears verfügbar sind, können zum Beispiel Titel der Beatles aufgrund vertrackter interner Lizenzbedingungen nicht angeboten werden. Das Angebot signalisiert laut Analysten den Schritt in die richtige Richtung und bestätigt das Einsehen, daß im Online-Musikverkauf viel mehr auf Wünsche des Kunden eingegangen werden muss. Doch auch dieser neue Schritt allein dürfte noch nicht für eine Akzeptanz des Angebots bei den Onlinern sorgen. Sofern man im Besitz der Rechte ist und eine gute Serviceabteilung beschäftigt, wäre es eigentlich recht einfach einen funktionierenden Bezahldienst für Musik Internet zu etablieren. Dazu gehört zum Ersten eine Flatrate zu einem bezahlbaren Preis, die Benutzung eines etablierten, vielseitigen Formats ohne großartige Einschränkungen und eine gute, variierbare Enkodierbitrate. Obwohl Preis und Titelangebot nun in einem angemessen Verhältnis stehen, sind die Verwendung von WMA mit mäßiger Audioqualität und die Beschränkung nur 10 Titel im Monat auf CD brennen zu können weitere entscheidende Kriterien, durch die sich die meisten potentiellen Käufer nicht beirren lassen werden. Interessanterweise verkauft Universal seit kurzem über den eingekauften MP3-Service Emusic.com einige Titel seines nicht mehr vertriebenen Kataloges ohne Kopierschutz - eventuell würde ein größerer Erfolg dieses Services auch für die Einsicht im Geschäft mit den Charts sorgen. In Zeiten, in denen CDs trotz strittigem Kopierschutz 1:1 kopiert werden muß zumindest im Internet eine bessere Strategie zum Erfolg gefahren werden. Es ist eventuell in zwei weiteren Jahren damit zu rechnen, daß die Musikindustrie auch die zwei letzten Schritte im Kampf um Umsatzzahlen realisiert. Ob und wann das Pauschalangebot von Pressplay auch für den deutsprachigen Raum verfügbar gemacht wird, ist noch unklar. DISKUSSION (Beiträge: 1)
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