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Home Page : News : ALLGEMEIN : MP3.com ändert sich: Robertson geht
(MPeX.net/gpel - 05.09.2001) - Vivendi kommt, Michael Robertson geht. Was sich wie der leicht abgeänderte Sloagen einer Whiskey-Werbung anhört sind die Entwicklungen im zweiten Halbjahr 2001 bei MP3.com. Der einstige Rebell der Musikindustrie wurde Ende Mai von Vivendi Universial eingekauft um ein wichtiger Distributionsplattfrom des Sony / Universal Joint-Ventures Pressplay zu werden. Diese Woche kündigt Vivendi an auf MP3.com künftig auch Videospiele, Filmtrailer und B-Rollen von Filmen zur Verfügung sellten zu wollen und damit MP3.com zum Medienportal von Vivendi umzubauen. Hand in Hand geht diese Entscheidung mit der Nominierung eines neuen Chief Executive Officers (ECO) der nun Robin Richards heißt. Michael Robertson hält eine Beraterfunktion für Vivendi und kümmert sich nun hauptberuflich um Lindows.com - einem StartUp-Unternehmen, daß Linux-Programme oder vielleicht sogar eine eigene Distribution herausgeben will. Zurück zu MP3.com: Der früher umstrittene Dienst my.mp3.com soll es nun neben Musikdateien auch erlauben Videodateien abzuspeichern. Nach Vivendi's Plan sollen zukünftig alle internetfähigen Geräte Zugriff auf diese persönliche Datenbank an Multimediadateien erhalten. Interessant ist die endgültge Zweckentfremdung der Marke MP3.com. Die Firma stand für Musikdistribution im MP3-Format, sie ist noch die größte Plattform für Künstler ohne Plattenvertrag ihre Titel ins Netz zu stellen und sie war vor dem neuen Jahrtausend auch einmal eine sehr gute Informationsplattform zum Thema MP3. Vivendi Universal hat durch Pressplay im Sinn Musik in einem kopiergeschützten Format auf MP3.com zu verkaufen. Nebenbei dann noch Video und Computerspiele - das hat mit dem ursprünglichen MP3.com nichts mehr zu tun. Es bleibt zu fragen, wie lange die Künstler ohne Plattenvertrag noch ihre Musik auf MP3.com haben dürfen - denn Geld verdienen läßt sich mit ihnen aufgrund der Werbemarktsituation sicherlich nicht. Doch sollte das Konzept von MP3.com noch strikter geändert werden, so muß sich Vivendi fragen wie lange sich die Kraft des Markennamen MP3.com noch halten läßt, wenn es in Zukunft nur noch wenig mit MP3 im eigentlichen Sinne zu tun haben wird. Zu Michael Robertson bleibt noch zu sagen: Man muß wohl recht dreist sein in der Wirtschaft, um zu Erfolg zu kommen. Mit MP3.com hat er sich rechtlich einiges erlaubt und ist mit dem Börsengang hohes Risiko gegangen. Kopf an Kopf gegen Napster und schön hoch pokern war sein Konzept als es 1999 heiß wurde im Markt. All diese Risiken hat er und seine Firma finanziell überlebt, er persönlich wird sicherlich gut abkassiert haben und bringt seine Schäfchen durch das Ausscheiden bei MP3.com nun ins Trockene.
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