|
||
![]() |
Home Page : News : ALLGEMEIN : Ejay / R@diomp3: Kein Geld, was nun?
(MPeX.net/gpel - 09.07.2001) - Nach Meldung des Computermagazins c't, steht die eJay AG, wie viele andere Unternehmen der New Economy vor finanziellen Schwierigkeiten. Als Reaktion ist nun das redaktionelle Angebot von ejay.de eingestellt worden. Sechs Mitarbeiter waren seit über einem Jahr damit beschäftigt auf dem Portal, Neuigkeiten aus der DJ-, Musik- und MP3-Branche online zu stellen. Im Laufe der Zeit wurde das Angebot sogar viersprachig aufgezogen. Grund für die Einstellung des Angebots ist der momentan schwache Werbemarkt, der das Angebot finanzierten sollte, der sich wohl in den letzten Quartalen rein defizitär auswirkte. Der Schwerpunkt liegt bei eJay allerdings auch in der Erstellung und im Verkauf von Softwarepaketen, wie MP3 Easy oder MP3 Station sowie Tracker-Tools zum Erstellen und Mixen eigener Songs verschiedener Stilrichtungen. Als weitere Online-Aktivität bietet eJay Webstreams bis maximal 32 Kbps als RealAudio an - sowohl auf ejay.de aber vor allem im Auftrag von Kunden wie yahoo.de, AltaVista, Bravo und Sat.1. Interessant ist die Aussage, dass diese Services beibehalten werden, da sie sich im Gegensatz zu den redaktionellen Angeboten als profitabel erwiesen haben. Da die Webstreams auch werbefinanziert sind und im Vergleich zu einem reinen Web-Angebot wesentlich mehr Bandbreite und somit höhere Kosten verursachen, kling dies zunächst komisch. Bei näherem Betrachten scheinen die Bandbreiten wohl billiger als die sechs Mitarbeiter für Inhalte zu sein - zudem dürfte die Dienstleistung gegenüber den anderen Entertainment-Portalen die entscheidende Geldquelle in dem Sektor sein. Wie lange diese Partner, die selbst werbefinanziert agieren, noch die Leistungen beziehen wollen, ist natürlich unklar - und somit wohl langfristig auch das Fortbestehen, nicht nur bei eJay, sondern von allen weiteren Web-Angeboten im kostenlosen Streaming-Bereich. Im Gegensatz zur Entwicklung bei eJay's Streaming-Angebot, hat NBC-Auslastungslücken-Sender R@dio-MP3 aufgrund der Lage des Werbemarktes kürzlich Konkurs angemeldet und hofft nun auf die Akzeptanz eines Abo-Systems durch seine Hörer. Es sieht gut aus: Innerhalb von zwei Wochen haben sich bereits circa 10 000 Hörer dazu bereit erklärt per Bankeinzug monatlich knapp 10 DM für den Radiosender mit seinen 128 Kbps via TV-Karte zu zahlen. Mindestens 20 000 Abonnenten und somit die monatliche Summe von rund 200 000 DM werden laut Betreiber musicplay benötigt, um den Sendebetrieb zukünftig zu gewährleisten. Laut einer auf tonspion.de zitierten telefonischen Emnid-Umfrage sind übrigens bis zu 47% der deutschen Surfer bereit für Online-Titel Geld auszugeben. Das wesentliche Kaufkriterium hierbei war Unverwunderlicherweise, dass die Titel ungeschützt auf CD brennbar sein müssten. Das sollte der Musikindustrie mit Ihren Plattformdiensten MusicNet (Bezahlnapster) und Duet (Sony / Universal) zu denken geben. Eine Online-Umfrage an der Europa-Uni Frankfurt versucht ähnlich wie Emnid die Tausch- und Kaufbereitschaft deutscher Surfer zu beleuchten. Den Fragebogen, der sowohl das Verhalten bezüglich CD kopieren als auch MP3-Tauschen hinterfragt, haben bereits über 4000 Surfer ausgefüllt. Wie seht Ihr das eigentlich? Zahlen für Musik - welche Leistung zu welchem Preis? Rein damit ins Forum!
» Radio-MP3 » Online-Umfrage "Kaufen oder Tauschen" Euro-Uni Frankfurt » Emnid: Surfer wollen zahlen @ tonspion.de
» Die Zukunft der Internet-Musik nach IFPIs Nase » Napster ab Sommer sicher und mit Monatsgebühr?
|
|
||||||||||||||||