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Home Page : News : ALLGEMEIN : Die Zukunft der Internet-Musik nach IFPIs Nase
(MPeX.net/gpel - 20.04.2001) - Wie heute einer DPA Pressemeldung bei PC-Welt zu entnehmen ist, hat sich die Einstellung des Verbands der deutschen Phonoindustrie (IFPI Deutschland) zum Thema Musik über elektronische Medien ganz nach den aktuellen Entwicklungen in der Branche geändert. Kein Wunder - schließlich soll die IFPI die Branche vertreten. Was läßt sich da aussagekräftiger verlautbaren als das Zitat des IFPI Vorsitzenden Thomas Stein: "Musik und Internet passen ideal zusammen [...] Voraussetzung dafür ist allerdings der wirksame Schutz des geistigen Eigentums von Komponisten, Textdichtern, ausübenden Künstlern und den Herstellern von Tonträgern." Weiterhin wird also die Position vertreten, daß Musik vor den Konsumenten geschützt werden muß, da diese in keinster Weise selbst in der Lage sind, zu entscheiden was sich urheberrechtlich und moralisch beim Kauf bzw Kopieren von Musik abspielt. Da helfen auch nicht die aktuellen Verkaufszahlen aus dem Jahre 2000, die für Deutschland einen Umsatzrückggang von 2,2% angeben. Daneben sind 3,8% weniger Tonträger verkauft worden - was dafür spricht, daß die Einbußen zum überwiegenden Bereich bei den sogenannten CD-Singles mit Einzelauskopplungen angesiedelt sind. Zu dieser Statistik kommt in 2000 der Verkauf von 210 Millionen CD-Rohlingen in Deutschland. Dazu Stein: "Angesichts der Flutwelle von Internet-Piraterie und der ausufernden privaten Vervielfältigung mit CD-Brennern ist das Umsatzergebnis des vergangenen Jahres als Erfolg zu werten". Während die IFPI Deutschland dies bestimmt gerne als den Erfolg seiner Kampagnen "Copy-Kills Music" und "Wir versuchen das Napster-Programm auf Deutschen Websites zu verbieten" zurückführen möchte, gilt der Erfolg sicherlich dem Großteil der Kundschaft, der wohl selbst am besten weiß, daß Künster untersützt werden müssen. Für diesen Erfolg will die Musikindustrie den Kunden nun also mit Digital Rights Management (DRM) und Kopierschutz bestrafen - daß sich viele Kunden dagegen sträuben ist absolut kein Wunder. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage bei PC-Welt zeigte auch deutlich, daß Leute statt für kopiergeschützten Musikdateien aus dem Internet zu blechen - zum Beispiel beim kommenden Bezahlnapster - lieber gleich die Audio-CD im Laden kaufen. Laut DPA sind es gerade die intensiven Musiknutzer, mit mehr als neun gekauften CDs im Jahr, die vermehrt das Internet nutzen, um sich dort mit Titeln zu versorgen. Viel interessanter wäre es allerdings einmal eine Statistik zu sehen, die belegt, wie viel weniger Zeit diese intensiven Musiknutzer in den einzelnen CD-Shops verweilen, um sich durch Musik-CDs durchzuhören. Die Rate derer, die das Internet dazu nutzen, um Bands kennenzulernen und neue Titel bekannter Bands zur Probe zu hören wird bei den Verlustzahlen nie berücksichtigt. Provokativ gesehen war die Musik 2000 vielleicht nur um mindestens 2,2 % schlechter als im Vorjahr - durch bessere Information aufgrund des Internets konnten sich solche Titel beim Verkauf nicht durchsetzen. Gut - diese These lasse ich am besten gleich fallen, wenn ich mir mal die Verkaufszahlen der diversen Big-Brother Scheiben angucke - aber immerhin - auch dieser Faktor muß berüchsichtigt werden. Zudem sahen es weniger Leute ein, für einen einzelnen ausgekoppelten Titel um die 12 DM auf den Tisch zu legen und kauften entweder das Album so es gut war oder behielten diesen einzelnen Titel. Hier wäre es sinnvoll von der Musikindustrie Single-Titel durchgängig für 1-2 DM statt für 12 DM im Internet zu verkaufen - und zwar ungeschützt. Früher haben Leute einzelne Titel aus dem Radio aufgenommen - heute Napstern sie - die Zeiten ändern sich. Gekauft haben viele im Endeffekt doch - und auch hier ist die Qualität immer noch ein entscheidender Faktor. Wie bei Software wird ein Raubkopierer immer in der Lage sein, Musik zu duplizieren. Die Frage stellt sich aber: Sollte der Großteil der hauptsächlich legal handelnden Musikbenutzer mit Kopierschutz konfrontiert werden? Ich meine nein - aber das schöne ist - die Musikindustrie kann das eine versuchen, der Kundenwunsch wird sich trotzdem durchsetzen. Alles andere endet nur noch verheerender für die Musikindustrie! Mal sehen bis wann Herr Stein von der IFPI Deutschland solche Töne anschlägt... DISKUSSION (Beiträge: 4)
Ja,das sollten wir mal machen RE: Die Zukunft der Internet-Musik nach IFPIs Nase das Ding ist fast 2 Jahre alt müssen wir das wieder ausbuddeln ? Re: Die Zukunft der Internet-Musik nach IFPIs Nase Es wird immer wieder vergessen, dass die Zahl der potentiellen Käufer (vorwiegend Jugendliche) ebenf... Re: Die Zukunft der Internet-Musik nach IFPIs Nase
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