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Home Page : News : ALLGEMEIN : Dolby geht gegen freies AAC vor
Die AAC Technologie in der Gemeinschaftsentwicklung der Firmen im AAC-Konsortium befindet sich unter anderem im geschützten Dateiformat Liquid Audio wieder. Es arbeitet momentan mit Bitraten von bis zu 192 Kbps und ist bei einer Bitrate von bei 128 Kbps etwas so gut wie 192 Kbps MP3-Dateien. Das Fraunhoferinstitut hat bereits in einem Interview auf der Internationalen Funkausstellung 1999 bekannt gegeben, dass es aufgrund der Copyright Problematik bei MP3s keinerlei Bestrebungen gebe AAC als eigenständiges Format ohne Kopierschutz zu etablieren. Trotzdem ist AAC Bestandteil genau wie MP3 ein Teil des offenen MPEG Standards, allerdings nur mit einem Dummy-Code für Psychoakustik und einer patentrechtlichen Bindung, falls es in Encodern verwendet werden soll. Das Problem, dass alle Entwickler eines öffentlichen AAC-Encoders neben den nunmehr rechtlichen Probleme haben, ist es das psychoakustische Modell, dass für die Klangqualität verantwortlich ist, so gut wie möglich nachzubilden. Beim MP3-Standard hat das LAME-Projekt dieses recht erfolgreich geschafft und versucht jeglichen patentrechtlich geschützten Code durch eigene, freie Entwicklungen zu ersetzen. Dies ist LAME nach eigenen Angaben dieses Jahr gelungen - doch um einen Rechtsstreit zu vermeiden, wird LAME offiziell nur als Quellcode vertrieben, den jeder selbst kompilieren soll, um mögliche rechtliche Konsequenzen auf die Benutzer abzuwälzen. Im privaten Gebrauch aber, kann allerdings kein Patenthalter einen Verstoß nachweisen. Nach dieser Strategie könnten in Zukunft auch die Aktivisten unter den AAC-Enkodern vorgehen.
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