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Home Page : News : MUSIK : Universal erprobt erste Musikflatrate
(MPeX.net/frl - 27.10.2000) - Wie im Mai angekündigt -MPeX.net berichtete- hat Universal nun einen Feldversuch gestartet, in dem 5000 ausgewählte Nutzer aus über 20.000 Musiktiteln online wählen können. Allerdings werden die Titel aus sicherheitstechnischen Gründen nur gestreamt - d.h. sie können nicht auf der Nutzerfestplatte gespeichert werden. Jedesmal wenn ein Titel bei Universal angewählt wird, wird dieser über das das Netz heruntergeladen und wähernddessen abgespielt. Das Verfahren ist für die Testnutzer kostenfrei und soll danach zu einem monatlich fest zu entrichtendem Beitrag angeboten werden. Nach dem "Musikflatrate" oder "all you can listen-to" Prinzip kann der jeweilige Nutzer so viele Musikstücke anhören, wie er grade will. Wie hoch der monatliche Mitgliedsbeitrag sein wird steht zur Zeit noch nicht fest. Beim Streaming bedient sich Universal der Formate WMA von Microsoft und RealAudio Formate zur Übermittlung der Musik. In der Wahl dieser Formate liegt der erste, wesentlichen Schwachpunkte des Universalangebots - sowohl WMA, wie auch Reals G2 oder RealAudio8 kommen mit einer Komprimierung von 64kpbs zum Nutzer ins Haus Das diese Komprimierung jeglichen Hörspaß wesentlich mindert, kann jeder erfahren, der seine Hifi Anlage an den Computer anschließt und sich Mal ein Real-Streaming anhört. Beispiele gibts z.B. bei Orang.orang.org (Link unter dem Artikel) en masse - Orang sei an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen ! Zweiter Schwachpunkt ist, daß man die Musikstücke nicht selbst besitzt - das Angebot gleicht einem Radioprogramm auf Abruf - in Europa kommt die niedrige Zahl der Internetflatrates dazu. Da aber der billige Zugang zum Netz Grundvoraussetzung ist, würde dieses Konzept hier erst in der Zukunft Fuß fassen können. Dritter Schwachpunkt ist das momentan stark dezidierte Angebot von 20.000 Titeln. Obwohl Universal angibt auch Titel von Sony anbieten zu wollen und eines Tages auch das Speichern der Titel auf der Festplatte zu gestatten, ist Napster der stärkste Gegner solcher Vermarktungskonzepte. In der post-Napster Ära - die eventuell schon nächsten Monat anbrechen könnte - gewinnen solche Ansätze an Attraktivität. Aber auch dann gilt - im Fall Napster haben die Nutzer gesprochen - ob sie eine wesentliche Einschränkung der Freiheiten die Napster bietet annehmen werden, kann nur die Zukunft zeigen.
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