USA: CD-Verkäufe steigen 1Q/2000 um 6%
06.09.2000 | Von Gregor Lawatscheck
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In mitten sämtlicher Gerichtsverhandlungen um Napster und MP3.com und dem heulenden Ton der Musikindustrie über Verluste durch MP3-Downloads, kommt diese Meldung aus den USA: Die Verkäufe von CD-Alben im ersten Quartal 2000 haben mit 420 Millionen Stück einen neuen Rekord der Nachkriegszeit aufgestellt, was einer Steigerung von 6% gegenüber selbigem Quartal in 1999 darstellt. RIAA Sprecherin Hillary Rosen bezeichnete die Daten trotz des Internet-Booms für einen großen Zuspruch für das Medium der Compact Disc und begrüßte die Loyalität zum pysikalischen Produkt. Nach ihren Einschätzungen wird es die Audio-CD noch lange geben. Die verbesserten Absatzzahlen von CD setzen sich laut RIAA allerdings durch einen Abfall von über 30% bei Audio-Kassetten (bei noch 8% Marktanteil) sowie einer geringeren Nachfrage von CD-Singles und Schallplatten zusammen. Insgesamt sieht die RIAA mit den Ausnahmen der Steigerung bei CD-Alben, DVDs und Videos einen Abfall von 2,4% gegenüber dem Vorjahr. Es kann davon ausgegangen werden, daß das Kopieren von CDs und MP3-Dateien dieses negatives Wachstum auf dem US-Markt zum Großteil verursacht hat - inwiefern diese Zahlen bereits bedrohlich für die Musikindustrie sind, sollte jeder für sich beurteilen. Fest steht, daß eine Umsatztrendwende langfristig wohl nur über digitale Distribution zu erreichen ist. |
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