Sony startet Onlinemusikverkauf in den USA
12.04.2000 | Von Lars Bräuer
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Sony wird nach dem Start der online Musikdistribution in Japan nun auch in Amerika beginnen, Musik über das Internet zu vertreiben. Ende April werden ungefähr 50 Songs verschiedener Künstler - darunter so bekannte Namen wie Lauryn Hill, Michael Jackson oder Pearl Jam - zum kostenpflichtigen Download bereitstehen. Die Songs werden über verschiedene Händler wie TowerRecords und die eigenen Online-Shops zu einem von Sony bestimmten Festpreis erhältlich sein. Der Einführungspreis wird anfänglich ,49 (ca. 5 DM) je Song betragen, wobei Sony später ganze ,49 (ca. 7 DM) für einen Song erheben möchte. Die Händler werden mit 20% am Verkaufspreis beteiligt und erhalten 15% wenn der Song privat weitergegeben und von einer anderen Person erneut gekauft wurde. Mit dem vorgestellten Modell setzt Sony als Firma den Verkaufspreis fest und nicht die Händler, wie es normalerweise der Fall ist. Zur Komprimierung der Musik setzt Sony auf das hauseigene Audio-Format ATRAC3, über das wir vor einiger Zeit bereits ausführlich berichtet haben (siehe unter "Hintergrund" rechts). Mit dem ATRAC3 Plugin für den Windows Media Player lassen sich die Songs abspielen. Sobald mehr Titel verfügbar sind, sollen auch andere sichere Formate und Zahlungssysteme zum Vertrieb herangezogen werden. Die Firma Reciprocal ist in Sony's Auftrag verantwortlich für die interne Struktur, das Bezahlungssystem und das DRM (Digital Rights Management) zur Erhaltung der Rechte. Unter den Technologiepartnern von Reciprocal befinden sich u.a. Microsoft, Intertrust und Adobe. Auch BMG Music ist Partner von Reciprocal und wird die Dienste des Unternehmens Anspruch nehmen. Die Frage wird natürlich sein, wie der Zuspruch bei einem solch hohen Preis wie 5 DM (später 7 DM) pro Song ist. Die Nachfrage wird wie immer natürlich den Preis regeln und die Musikdisitributionssysteme sind noch jung, um diese zu etablieren muß aber auch die Bereitschaft der Käufer durch niedrigere Preise gesteigert werden. Sollten die Songs für nur noch 2-3 DM erhältlich sein, wird man sich zweimal überlegen ob man den Aufwand macht und sich einen Song "woanders" sucht. Es wäre also nicht nur im Interesse der Kunden das die Preise fallen, sondern auch die Verkäufer/Musikfirmen würden letztendlich mehr davon haben. |
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