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Home Page : News : MUSIK : EMI hat's kapiert: Musikverkauf online statt nur meckern über Piraterie


EMI hat's kapiert: Musikverkauf online statt nur meckern über Piraterie
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Bei Warner sieht es nicht minder schlecht aus - die HitClicks-Aktion mit Liquid Audio ist in Deutschland gerade erfolgreich beendet worden, durch den Zusammenschluss mit AOL sichern sich beide Zugang zu einer riesigen Menge von potentiellen Kunden.

Das oben genannte EMI wird sich dem gerade erst neu enstandenen AOL Time Warner anschließen und dient möglicherweise als offensives Versuchskaninchen für zukünftige Entwicklungen für AOL TW. Sony beschränkt sich zwar momentan global auf Live-CD-Erstellung im Laden mit seinem RedDot Network - erste Feldversuche mit MS-Audio in Japan zeigen aber, daß Sony langfristig auch Musik-Downloads anbieten will.

Die Labels versuchen durch diese als wirr anmutenden Strategien vielseitig zu sein, weil bisher noch aussteht, was für Formate und Internet-Angebote sich durchsetzen werden. Entscheidend für den langfristigen Erfolg von legaler Musik im Intnernet sind drei Faktoren:

Schnelligkeit: Zum einen muß es für Benutzer möglich sein, den gewünschten Titel jedes erdenklichen Künstlers schnell zu finden - auch der Zahlungsvorgang muß unkompliziert vor sich gehen und darf nicht länger dauern als an der Kasse im Musikladen.

Qualität: Wer für Musik bezahlt erwartet Qualität in höchsten Ansprüchen. Zwar wird viel von 128 KBps MP3s und CD-Qualität geredet - eigentlich aber muß der Benutzer die Möglichkeit haben, seine Bitrate selbst zu wählen. Technologien, wie die MP3-Weiterentwicklung AAC (Advanced Audio Coding) mit bis zu 192 Kbps und psychoakkustischem Modell von Fraunhofer machen hier einen vielversprechenden Schritt nach vorn. Bleibt nur zu hoffen, daß die Musikindustrie sich dieser annimmt.

Einfachheit: Kopierschutz hin oder her, wirklich sicher ist momentan nichts - wer sich Musik im Internet kauft hat aber auch nicht umbedingt im Sinn die Titel weiterzugeben. Sicherlich ist ein Schutz des Copyrights in gewisser Weise nötig - sobald allerdings die Möglichkeit der Nutzung für den Kunden zu kompliziert wird, hat der Kopierschutz einen abschreckenden Faktor. Jedes geschützte Format - und sei der Schutz noch so schlecht - ist besser abgesichert als die Audio-CD im RedBook-Format auf dem CD-Shop.



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