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EMI hat's kapiert: Musikverkauf online statt nur meckern über Piraterie
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(MPeX.net/gpel - 21.02.2000) -
Das Plattenlabel EMI Recorded Music seineszeichens einer der fünf Industriegrößen hat sich dafür entschieden den Verkauf von Musik Online mit der Wichtigkeit von traditionellen Vertriebswegen über Audio-CDs gleichzusetzen. In Zusammenarbeit mit Supertracks und Preview Systems, die den Online-Auftritt von EMI koordinieren und die nötigen Benutzerschnittstellen schreiben werden, wird Liquid Audio als Distributionsplattform Verwendung finden. Schon jetzt ist EMI dabei, Teile seines Katalogs in das als sicherer gegenüber MP3 geltende Format zu enkodieren.Mit EMIs Schritt zeichnet sich endlich eine Trendwende bei der Musikindustrie ab. Statt sich bisher einfach nur über Raubkopierer im Internet zu beschweren und ein Katz- und Mausspiel mit Seitenbetreibern von illegalen Musikangeboten zu veranstalten, soll nun mit echten Online-Alternativen versucht werden, jedem Internet-Nutzer die Möglichkeit zu geben, per Bezahlung, schnell und legal an seine gewünschte Musik zu kommen. Vizepräsident von EMI, Jeremy Silver kommentiert dazu treffend: "[...] wir fangen an, die digitale Distribution zu einem ganz normalen Teil unserer Geschäftsstrategie werden zu lassen. Es gibt nun auch für ehrliche Leute einen Weg [an der digitalen Revolution] teilzunehmen ohne selbst als Piraten agieren zu müssen." Die Strategie erscheint bei den stark wachsenden Nutzerzahlen im Internet sinnvoll - schließlich werden Online-Surfer nicht als Raubkopierer "geboren" und legale Alternativen waren bisher eher rar. Langsam aber sicher scheint dies auch der Rest der Branche zu verstehen. Die Bertelsmann Music Group (BMG) hat unlängst und fast klammheimlich angefangen mit 50.000 seiner Titel einen Großteil des Archives von Liquid Audio auszufüllen. Das war BMG Amerika wohlgemerkt, während die deutsche Abteilung gerade noch mit seiner Guerilla-Salami-Taktik namens "Kopierschutz für RedBook Audio-CD" gescheitert ist. Universal Music orientiert sich weitestgehend an BMG, die GetMusic.com als gemeinsame Plattform anbieten, arbeitet nebenbei noch mit Rioport als Alternative zusammen und liebäugelt mit dem Liquid-Audio-Konkurrenten InterTrust.
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