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Home Page : Movies : Im Rennstall ist das Zebra los!
KURZBERICHT INHALT
Von einem Wanderzirkus auf der Straße zurückgelassen, wird ein kleines Zebra von Familie Walsh "adoptiert" und auf deren Pferdefarm großgezogen. Besonders Tochter Channing ist Stripes, so wurde der Neuzugang liebevoll getauft, ans Herz gewachsen. Was sie jedoch nicht weiß: Auch die Tiere unterhalten sich untereinander und sind durchaus in der Lage, eigene Pläne zu schmieden. So fühlt sich das Möchtegernpferd Stripes dazu berufen, wie alle anderen Pferde auch, es auf der naheliegenden Rennbahn mit seinen vermeintlichen Kontrahenten aufzunehmen. Doch Stripes selbst ist kein Rennpferd, ja nicht einmal ein Pferd. Das wissen alle, außer er selbst. Aber die Tiere auf der Farm ermutigen Stripes trotzdem dazu, sich durch ein ausgeklügeltes Fitnessprogramm für den Pferderennsport zu profilieren. Da verwundert es nur den Unwissenden, dass sich Morgen für Morgen ein Postfahrzeug und ein Schwarz-Weiß gestreiftes Pferd regelmäßige Wettrennen liefern. Doch ob Stripes tatsächlich an einem großen Rennen um die Meisterschaft teilnehmen darf, bleibt abzuwarten, denn weder affektierte Vollblüter noch Menschen wollen wirklich ein Zebra auf der Rennstrecke beim Meisterschaftslauf sehen.
FAZIT Mit "Im Rennstall ist das Zebra los!" kommt ein lupenreiner Familienfilm in die Kinos, der neben viel Humor auch nette Spezialeffekte zu bieten hat. Wer bei diesem Streifen unwillkürlich an "Ein Schweinchen Namens Babe" denkt, liegt nicht ganz falsch. In der Tat wurden die Tiere wiederholt vom selben Dressurteam trainiert, was auch schon in der "Babe"-Reihe für beeindruckende und im wahrsten Sinne des Wortes tierisch gute Effekte sorgte. Doch dieses Mal wirkt die Vermenschlichung der Vierbeiner noch realistischer, da die Mäuler und Gesichter der realen Tiere nachträglichn mit dem Computer bearbeitet wurden. So wirken Mundbewegungen und Mimiken sehr authentisch, was letztenlich der Glaubwürdigkeit zu Gute kommt.
Ein klares Highlight ist in diesem Film ohne Frage die Verplichtung von großen Filmstars, die den Tieren ihre Stimmen leihen. Allen voran stehen in der englischsprachigen Originalversion Whoopie Goldberg und Dustin Hoffman auf der Liste der Synchronstimmen. Aber auch die deutsche Synchronfassung kann sich durchaus hören lassen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte Günther Jauch glatt als erfahrener Synchronsprecher durchgehen; sein Debüt als ein solcher ist ihm jedenfalls nicht anzumerken. Zu Jauch gesellen sich Stimmen, die im wirklichen Leben zu Mario Adorf, Iris Berben oder Heiner Lauterbach gehören - so fügt sich eine hochkarätige Riege bekannter Schauspieler in das Geschehen ein, ohne aufdringlich oder alzu dominant zu wirken.
Mit tierischer Slapstick vor allem für das junge Publikum konzipiert, spricht "Im Rennstall ist das Zebra los!" ebenso die älteren Semester an. Besonders die zahlreichen Wortspiele und Dialoge bringen doch eher die Älteren unter uns zum Lachen, wobei es aber nie wirklich kompliziert wird. Letzteres bezieht sich auch auf die Story, die geradlinig und simpel daherkommt. Allerdings muss unser Zebra nicht permanent Angst haben, auf der Schlachtbank zu enden, was somit den Stoff für das Publikum wesentlich entspannter gestaltet, als es bei "Babe" der Fall war. Vielmehr geht es um die vielzitierte Lebensweisheit, alles schaffen können, wenn man es nur will. Sprechende Tiere durchleben demzufolge menschliche Probleme und versuchen diese zu lösen, wobei der erhobene Zeigefinger und die Moralkeule nur in gering dosierten Mengen verabreicht werden. Dem Wochenendausflug ins Kino zusammen mit der ganzen Familie sollte also nichts mehr im Wege stehen, es sei denn, die Hauskatze spricht sich dagegen aus. Lars Lehmann
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