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Home Page : Movies : Riddick - Chroniken eines Kriegers
Triple-X meets Dune INHALT Fünf Jahre zuvor, ‚Pitch Black'. Damals gelang es dem unbarmherzigen Killer Riddick (Vin Diesel), beim Absturz seines Gefangenentransporters zu entkommen. Das Raumschiff schlug auf einem fernen und unheimlichen Planeten auf und entließ nur wenige Überlebende. Doch seine neugewonnene Freiheit konnte Riddick nicht wirklich genießen, da auf dem Planeten mysteriöse Dinge vor sich gingen. Letztendlich gelang es ihm und zwei weiteren Personen, die pechschwarze Hölle mit einem kleinen Shuttle zu verlassen um sich dann im Verborgenden zu halten.
Doch nun wird Riddick abermals zum Gejagten, die millionenschwere Fangprämie lockt gleich ein ganzes Heer von Kopfgeldjägern an. Doch Riddick zeichnet sich nicht nur durch einem Berg von Muskeln aus, sondern auch durch einen gehörigen Verstand, und so verschafft er sich im Handumdrehen ein Raumschiff seiner Jäger und kann damit fliehen. Nach der Landung auf dem Planeten Helios trifft Riddick auf Priester Imam (Keith David), einer der zwei Überlebenden aus ‚Pitch Black'. Nur er konnte Riddick verraten und ihn damit aus seinem Versteck gelockt haben. Der Grund für den Verrat ist simpel: Priester Imam und das Volk von Helios brauchen dringend Riddick's Hilfe, weil laut Prophezeiung nur er den Angriff der kriegerischen Necromonger, einer machtsüchtigen Rasse, abwehren kann. Obwohl Riddick nicht bekannt dafür ist, sich für andere Menschen aufzuopfern, kann er sich der Schlacht nicht mehr entziehen, denn der Angriff auf Helios ist bereits in vollem Gange... KRITIK Der im Jahr 2000 erschienene Science-Fiction-Thriller ‚Pitch Black' wusste trotz seines geringen Budgets mit sehr guten Spezialeffekten zu überzeugen. Und nicht zuletzt Vin Diesel ließ dieses Action-Spektakel auf dem dunklen Planteten zu einem kommerziellen Erfolg werden. Der Anti-Held, eigentlich düster und böse, wandelt sich zeitweise in ein barmherziges Wesen und kommt so zum Heldendasein. Doch eigentlich ist Riddick nur eines: verdammt cool. So ruft seine unerschütterliche Trockenheit und die dazu kurzen, aber gewitzten Sprüche des öfteren ein Schmunzeln beim Publikum hervor.
Die schon aus ‚Pitch Black' bekannten Kampfeinlagen, bei denen Riddick vor Selbstsicherheit nur so strotzt, wurden im zweiten Teil der Chronik und damit aktuellen Film perfektioniert und mit brachialer Power in Szene gesetzt. Obwohl die in ‚Riddick - Chroniken eines Kriegers' verwendeten Schnitte und Kamerafahrten durch ihre zu hohe Geschwindigkeit manchmal Übelkeit hervorrufen können, sind diese Szenen doch für jeden Action-Fan unentbehrlich. Die immerzu angespannte Atmosphäre und die rasante Handlung lassen kaum Zeit zum entspannen; der Film wird damit zu einer rasanten Achterbahnfahrt. Laut Aussage von Regisseur David Twohy war der Nachfolger von ‚Pitch Black' bereits während dessen Nachbearbeitung in Planung. Doch mit seinem Vorgänger hat der aktuelle Streifen wenig gemein. Die Chronik hat sich vom kultigen Mystery-Thriller zum actiongeladenen Zukunftsabenteuer aufgeblasen, was sich keineswegs nachteilig auswirkt. Man wollte eine unvorhersehbare Handlung mit vielen neuen Charakteren in einer neuen Welt schaffen. Mit Fug und Recht kann behauptet werden, dass dieses Ziel mit Bravour erreicht wurde. Das Publikum erwartet geheimnisvolle Planeten mit einer überwältigenden und phantasievollen Architektur, die in Filmen dieses Genres ihresgleichen sucht. Die Liebe zum Detail findet sich auch in den Kostümen wieder, vor allem beim Volk der Necromonger. Diese sind technisch auf dem neuesten Stand, vom Kleidungsstil aber eher dem Erden-Mittelalter zuzuordnen. Ihre Uniformen und Rüstungen lassen gelegentlich Erinnerungen an ‚Der Herr der Ringe' wach werden, die ebenfalls mit unheimlich großem Aufwand gefertigt wurden. Letztendlich sind all diese positiven Neuerungen ein Resultat aus dem deutlich höherem Budget, was der Produktion zur Verfügung stand. FAZIT Mit einer Mischung aus den utopischen Elementen ‚Dune - Der Wüstenplanet' und der coolen Action aus ‚Triple-X' wird der Spätsommer im Kino noch einmal so richtig aufgemischt. Vin Diesel ist Vin Diesel ist Vin Diesel. Wer ihn auch in seinen anderen Rollen mag, wird mit ‚Riddick - Chroniken eines Kriegers' seine Freude haben. Da alle Charaktere in irgendeiner Form vorgestellt werden, ist es nicht wirklich notwendig, den ersten Teil der Chronik gesehen zu haben. Trotzdem ist ‚Pitch Black' jedem Mystery-Fan ans Herz zu legen, hat der Thriller doch bereits Kultstatus erreicht. Wie es Chroniken so an sich haben, bestehen sie aus mehren Teilen. Also warten wir freudig ab, ob Riddick seine Abenteuer irgendwann auf der Leinwand fortsetzen wird.
Lars Lehmann
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