Looney Tunes: Back in Action
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Original Titel Looney Tunes: Back in Action Kinostart 04.12.2003 Genre Komödie Erscheinungsjahr 2003 Land USA Verleih Warner Bros. |
Regie Joe Dante Autor Larry Doyle Laufzeit 91 Minuten FSK ab 6 Jahren Hauptdarsteller Bugs Bunny Duffy Duck Brendan Fraser Jenna Elfman Steve Martin Timothy Dalton |
Absolut sehenswert - nicht nur für Kinder
Reale Welt und Cartoon-Welt gemixt - das gab es doch schon? Stimmt, aber nicht derartig unterhaltsam und aufwendig! Filme wie "Roger Rabbit" und "Space Jam" waren in der Tat amüsant und sorgten für ein kurzweiliges Vergnügen. Jedoch wird mit "Looney Tunes" die Meßlatte wieder um einiges höher gehängt. Nicht zuletzt die neue Computertechnik setzt neue Akzente, aber das wirkliche Geheimnis für den Erfolg des Streifens liegt in seinem Witz und seinem Detailreichtum.
Wir begleiten in "Looney Tunes" die Cartoon-Helden der Warner Brothers wie Bugs Bunny, Tweety oder den Road Runner. Überhaupt werden fast alle bekannten Charaktere der Zeichentrickfiguren intelligent in den Film integriert. Dabei darf der Zuschauer eine gehörige Portion Selbstironie der Warner Bros. genießen. So darf man miterleben, wie sich die beiden Brüder entscheiden, Duffy Duck als "Schauspieler" zu feuern. Der Star, Bugs Bunny, sieht der Sache ganz gelassen entgegen. Er weiß genau, dass Duffy zurückkommen wird, denn nur gemeinsam sind sie das perfekte Team.
Doch bis es soweit ist, unternimmt die eingeschnappte Ente erst einmal eine abenteuerliche Reise mit dem ebenfalls gefeuerten Stuntman Bobby Delmont (Brendan Fraser). Dieser ist auf der Suche nach einem Diamanten, der - wie so oft, ungeheure Macht verleiht. Ebenfalls an diesem Stein interessiert ist der bösartige Mr. Chairman (Steve Martin), der bereits ein riesiges Imperium sein Eigen nennt. Der Wettlauf um den Diamanten hat also schon begonnen.
Weniger die Geschichte, als vielmehr die ausgefeilten Gags und grandiosen Slapstick-Auftritte verleihen dem Film ein harmonisches Charisma. Brendan Fraser, bekannt als eingewickelter Darsteller in "Die Mumie" überzeugt wieder einmal mit seinem komischen Talent. Immerhin spielt er in "Looney Tunes" den Stuntman vom Hauptdarsteller der "Mumie". Auf derartig komische Kuriositäten trifft man während des gesamten Films.
"Mein Name ist Martin, Steve Martin, ich weiß Bescheid." Würde nicht ausdrücklich darauf hingewiesen werden - man würde ihn nicht erkennen. Der sonst so weißhaarige Komiker hat nicht nur eine äußerliche Metamorphose durchgemacht, nein, er bewegt sich auch "etwas" anders als gewohnt. An Martin's schauspielerischen Fähigkeiten hat wohl nie jemand gezweifelt, nur Martin's Äußeres wirkt in der Rolle des Mr. Chairman zur Belustigung des Publikums ein wenig unvorteilhaft.
Vorteilhaft wiederum ist es, wnn der Zuschauer einige Filme und Zeichentrickfiguren der Warner Bros. bereits kennt, denn nur dann kommen die Witze und Sprüche voll zur Geltung. Sollte das nicht der Fall sein, kann sich immer noch über die großartigen Einfälle der Trickzeichner erfreut werden. Wer möchte schon den Spaß verpassen, wenn sich Bugs Bunny und der Goldschnabel im Kunstmuseum in Bildern von Salvador Dali oder Bosch verstecken und dabei selbstverständlich im entsprechenden Malstiel erscheinen.
Somit reiht sich "Looney Tunes: Back in Action" in die Top-Filme des Dezembers ein. Ein wunderbares Filmvergnügen für alle, die sich auch ohne Ringe in die Märchenwelt entführen lassen wollen.
Von Lars Lehmann
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