Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs
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Original Titel The Lord of the Rings - The Return of the King Kinostart 17.12.2003 Genre Fantasy Erscheinungsjahr 2003 Land USA/Neuseeland Verleih Warner Bros. |
Regie Peter Jackson Autor Frances Walsh / Philippa Boyens Laufzeit 200 Minuten FSK ab 12 Jahren Hauptdarsteller Elijah Wood Sir Ian McKellen Liv Tyler Viggo Mortensen Sean Astin Hugo Weaving |
GeRinge Aussichten auf Erfolg
Um Missverständnissen vorzubeugen: Die Chancen stehen für die "Ringe"-Trilogie mehr als gut, um in die Filmgeschichte einzugehen. Nicht zuletzt der dritte Teil der Saga wird die noch übrigen Zweifler eines Besseren belehren. Nein - gemeint sind die Erfolgschancen der Gefährten, die sich auf den Weg gemacht haben, um den bösen Ring von Sauron zu dem Ort zu bringen, wo er einst erschaffen wurde. Nur dort, im Feuer des Schicksalsbergs Mordors, kann der Ring, der unendliches Leid über Mittelerde brachte, endgültig vernichtet werden.
Doch wie wir alle wissen, verführt der Ring das noch so gutmütigste Wesen und zieht es langsam aber sicher auf die dunkle Seite. So geht es auch Frodo Beutlin (Elijah Wood), dem kleinen Hobbit, der sich mit seinem Freund Sam (Sean Astin) und dem zwiespältigen Gollum noch immer auf dem Weg zum besagten Berg befindet. Der bösartige und trotzdem bemitleidenswerte Gollum macht es dem kleinen Frodo nicht besonders leicht, dem Ring zu wiederstehen, denn der Gnom versucht mit allen Mitteln, die beiden Freunde gegeneinander aufzuhetzen, um so selbst die Herrschaft über das metallene Übel zu erlangen.
Auch dem Rest der Gefährten - die Gemeinschaft hat sich am Ende des ersten Teils getrennt - soll es nicht besser ergehen. Die erste Schlacht gegen des bösen Zauberers Saruman (Christopher Lee) schwarze Uruk-hai Kämpfer wurde zwar in Helms Klamm erfolgreich geschlagen, doch Saurons Soldaten, die überaus hässlichen Orks, wollen über die Bewohner Mittelerdes siegen und damit das Dunkel in die Weite tragen. So kommt es, dass Zauberer Gandalf der Weiße (Sir Ian McKellen) versucht, zusammen mit dem Thronfolger Aragorn (Viggo Mortensen), dem Mutigen Zwerg Gimli (John Rhys-Davies) und den Elben, allen voran Legolas (Orlando Bloom), dem bösen Auge Saurons den Gar auszumachen. Doch da einige unter uns noch nicht die Bücher gelesen haben, soll an dieser Stelle nicht mehr verraten werden.
Was hier so kurzerhand geschildert, wird im dritten Teil des Epos in gewohnter Weise mit viel Herz und Raffinesse erzählt. Reichlich Zeit nahm man sich dafür, denn weit über drei Stunden lang darf der Film genossen werden. Im Vergleich zur mehrjährigen Produktionszeit sind das freilich nur Peanuts - allein die digitale Nachbearbeitung, die s.g. Post-Production dauerte pro Film über ein Jahr.
Wahre Meisterleistungen hat auf dem digitalen Sektor die australische Firma Weta vollbracht. Peter Jacksons (der Regisseur) Trickschmiede lässt vermutlich Steven Spielbergs Lucas Arts künftig ziemlich alt aussehen. Bei Weta's unglaublichen Leistungen verwundert das nicht weiter. Allein Gollum - das Fabelwesen, ursprünglich ein Hobbit, aber dem Ring verfallen und zu einem unansehnlichen Wicht mutiert, wirkt so lebensecht wie es besser nicht sein kann. Gollum hat seine englische Synchronisationsstimme von Andy Serkis erhalten, der im dritten Teil in einer Flashback-Szene persönlich mitspielen durfte. Er war es auch, der dem Gollum seine Gestiken und Mimiken verlieh. Motion-Capturing per Computertechnik machte es möglich.
Auch wenn die gewaltigen Schlachten mit über 50.000 Kriegern atemberaubend wirken und einem zeitweise die Spucke wegbleiben lassen - der Film lebt nicht nur von den Special-Effects, er lebt auch von der komplexen Geschichte und deren starken Charakteren. Zusammen ergeben Story und Computeranimationen eine perfekte Symbiose, wie sie vor einigen Jahren noch unmöglich gewesen wäre, denn fast in jeder Szene mischt der Computer mit, für uns Zuschauer meistens jedoch nicht erkennbar.
Für die Vorlage der "Der Herr der Ringe"-Verfilmung sorgte J.R.R. Tolkien, der mit den gleichnamigen Büchern schon viele Märchenfans begeistern konnte. Auch wenn der Inhalt nicht eins zu eins übernommen wurde, so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass den Drehbuchautoren der kunstvolle Spagat zwischen Buch -und Filminhalten mehr als gelungen ist. Da man sich aber im Wesentlichen an das Original hielt, kann davon ausgegangen werden, dass es sich mit "Der Rückkehr des Königs" tatsächlich um den letzten Teil der Geschichte handelt. Gerüchten zufolge soll es jedoch bereits Planungen geben, bei denen die Verfilmung "Der kleine Hobbit" eine Rolle spielt. Möglicherweise tritt auch "Der Herr der Ringe" in die Fußstapfen à la "Star Wars" und wartet mit einigen Filmen der Vorgeschichte auf.
Doch bis es soweit ist, sollte erst einmal die bewegende Geschichte des letzten Teils der Trilogie genossen werden. Harmonisch abgerundet wird dieser wieder in gewohnter Manier mit wunderbarer klassischer Filmmusik von Howard Shore. In Anbetracht all dessen sollten die drei Stunden wie im Fluge vergehen.
Wem das noch nicht genug ist, der sollte der offiziellen Homepage der "Ringe"-Trilogie einen Besuch abstatten. Es gibt dort reichlich Informationen zu allen Charakteren und Schauplätzen in liebevoll gestalteter Art und Weise. Außerdem sei jedem Fan die Extended-DVD-Version des zweiten Teils ans Herz gelegt. Nicht die zusätzliche Länge des Films ist bemerkenswert, sondern die über siebenstündigen Extras von Dreharbeiten über Interviews bis hin zu interaktivem Kartenmaterial Mittelerdes. Die legende geht weiter. Zumindest bis in einem Jahr die Extended-Version des dritten Teils erscheinen wird...
Von Lars Lehmann
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