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Home Page : Movies : Butterfly Effect

Butterfly Effect

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Original Titel
The Butterfly Effect

Kinostart
26.08.2004

Genre
Thriller/SciFi

Erscheinungsjahr
2004

Land
USA

Verleih
Warner Bros.

Regie
Jonathan Mackey Gruber / Eric Bress

Autor
Jonathan Mackey Gruber / Eric Bress

Laufzeit
114 Minuten

FSK
ab 16 Jahren

Hauptdarsteller
Ashton Kutcher
Amy Smart
Eric Stoltz
William Lee Scott
Elden Henson

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Das Spiel mit der Zeit

INHALT

unschöne KinderzeitWenn irgendwo im Amazonas-Urwald ein Schmetterling mit seinen Flügeln schlägt, dann verursacht das in Florida einen gewaltigen Wirbelsturm. So oder so ähnlich kann man den Butterfly-Effect erklären, bei dem winzige Ursachen große und oft unvorhersagbare Wirkungen mit sich tragen können. Diese Theorie ist der Stoff, den sich der gleichnamige Film gekonnt zum Nutzen macht.

Schon die Kindheit von Evan Treborn (Ashton Kutcher) war alles andere als beneidenswert. Doch zwischen Kindesmisshandlung und zerbrochenem Elternhaus versuchte er zusammen mit seinen Freunden das Beste aus der Jugendzeit zu machen. Aber selbst das wollte nicht gelingen, denn viele Kinderstreiche endeten in dramatischen und folgenreichen Szenarien. Eine Krankheit oder vielleicht eher eine Gabe verursachte bei Evan jedoch Gedächtnislücken, die schlimme Ereignisse in seinem Leben im Nichts verschwinden ließen. Da verwundert es nicht, dass der kleine Evan schon früh die Psychiater-Couch besuchen musste. Er folgte dem Rat des Psychologen, eine Art Tagebuch zu führen, um den Alltag besser festhalten zu können.

Obwohl Evan mit den schwarzen Löchern in seinen Erinnerungen leben muss, führt er als Student ein recht geregeltes Leben bis zu jenem Zeitpunkt, an dem er zufällig wieder in seinen alten Tagebüchern blättert. Etwas Unglaubliches geschieht, als er beginnt, die Zeilen seiner Niederschriften zu lesen. Eine Zeitreise lässt seinen erwachsenden Verstand in seinen Kinderköper schlüpfen und so einst vergangene Ereignisse noch einmal erleben. Aber beim reinen Erlebnis soll es nicht bleiben, nein, Evan kann sogar sämtliche Handlungen in der Vergangenheit beeinflussen und steuern. Da liegt die Idee nicht fern, alle traumatischen Erfahrungen, vor allem die seiner Sandkastenfreunde, ungeschehen zu machen. Doch was er auch in der Vergangenheit unternimmt, um alles zum Guten zu wenden, es hat in der Gegenwart katastrophale, unvorhergesehne Folgen und der Schmetterlingseffekt wird zum jähen Alptraum.



KRITIK

Resultat der ManipulationMit "Butterfly Effect" kommt ein Psycho-Thriller in die Kinos, der dieser Betitelung alle Ehre macht. Dass sich der Streifen aus dem Science-Fiction-Genre à la Zeitreisen bedient, soll dem Gänsehaut-Feeling keinen Abbruch tun. Ganz im Gegenteil. Das Spiel mit der Zeit und die "was wäre, wenn"-Frage bringt gnadenlose Spannung in den Kinosaal. Vor allem die akustischen Schockeffekte tragen zur beklemmenden Stimmung bei, wenn der Hauptcharakter Evan von jetzt auf gleich in eine andere Zeitebene wechselt und sich dort gerade in der Zwickmühle befindet. Visuell ist der Schocker durchaus mit "The Sixth Sense" vergleichbar, wo unerwartet eine dunkle Gestalt blitzschnell durchs Bild huscht, unterstützt durch markerschütternde Klänge und düstere Ausleuchtungen.

Ashton Kutcher, den man bisher nur aus Komödien wie "Ey Dude, wo ist mein Auto?" oder "Voll verheiratet" kennt, macht in seiner aktuellen Rolle eine unheimlich gute Figur. Die Tiefgründigkeit seines Charakters und die durch Zeitreisen bedingten Differenzierungen zeigen, dass Ashton nicht nur in komischen Rollen sein großartiges Talent zur Geltung bringen kann. Dieses Lob trifft ebenfalls auf Evan's Sandkastenfreunde, besonders auf Kayleigh, gepsielt von Amy Smart, zu. Sie findet sich im Film mal als Studentin, mal als Drogenabhängige oder als billige Kellnerin wieder. Schauspielerisches Talent und viel Flexibilität waren hier das A und O.

Oft schon sahen wir Filme, in denen es um Zeitreisen und Geschichtsmanipulationen ging. Doch selten wurde dieses Thema derart düster und gruselig verpackt wie in "Butterfly Effect". Die Konsequenzen unseres Handels können weitreichende und dramatische, wenn nicht, sogar Lebensbedrohliche Reichweiten haben. Dieser Streifen gestattet den sonst so unmöglichen Blick auf die verschiedenen Möglichkeiten einmal gefällter Entscheidungen. Neben spannender Unterhaltung ist auch der kleine Fingerzeig nicht zu verleugnen, gewissenhafter mit dem Wahlrecht umzugehen, Entscheidungen zu treffen.



FAZIT

gewalt ist keine LösungEin genial in Szene gesetzter Psycho-Thriller der eine Geschichte erzählt, die ihresgleichen sucht. Bemerkenswert ist die Chronologie der Erzählung, bei der am Anfang nicht so recht klar ist, in welche Richtung der Streifen geht. Schockpotential erreicht "Butterfly Effect" allein durch geniale Kameraführungen, sphärische Klänge und krasse Situationen. Die explizite Darstellung von Gewalt tritt in den Hintergrund und wird meist der Phantasie des Zuschauers überlassen. So kommt seit langer Zeit endlich wieder ein intelligent gemachter Thriller auf den Markt, der diesen Titel auch wirklich verdient hat und das Publikum mit Recht auf den Kinosesseln erstarren lässt.

Lars Lehmann



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