Bruce Allmächtig
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Original Titel Bruce Almighty Kinostart 12.06.2003 Genre Komödie Erscheinungsjahr 2003 Land USA Verleih Buena Vista |
Regie Tom Shadyac Autor Steve Oedekerk / Mark O'Keefe Laufzeit 101 Minuten FSK ab 6 Jahren Hauptdarsteller Jim Carrey Morgan Freeman Jennifer Aniston Philip Baker Hall Catherine Bell |
Oh Allmächtiger! Jim Carrey macht die Urlaubsvertretung für Gott
Und wieder einmal hat das Komödiengespann Jim Carrey und Regisseur Tom Shadyac ein gelungenes Werk vollbracht. Es ist nicht Gottes Werk, aber deshalb ist der Streifen nicht minder gut. Wer Mr. Carrey mit seinen tausend Grimassen und seinem speziellen Humor ohnehin schon mag, wird von "Bruce Allmächtig" sicher nicht enttäuscht werden.
Jim Carrey schlüpft diesmal in die Rolle eines mehr oder minder erfolgreichen Kleinstadt-Reporters, Bruce Nolan. Mit viel Engagement und Professionalität berichtet Bruce von regionalen Ereignissen die nicht wirklich von Wichtigkeit sind. Wer möchte denn schon vom größten Keks der Welt berichten, wenn sich gerade die politischen Ereignisse der Welt überschlagen?
Bruce ist also unzufrieden mit sich und seinem Leben. Er möchte mehr als nur purer Durchschnitt sein, er möchte Anchorman, also Hauptnachrichtensprecher bei seinem Fernsehsender werden. Bruce's Freundin Grace (Jennifer Aniston) ist da ganz anderer Meinung. Sie ist der Auffassung, dass ihr gemeinsames Leben von Glück erfüllt ist und keiner wesentlichen Verbesserung bedarf, ausgenommen eine Heirat mit Bruce. Aber von diesem geheimen Wunsch weiß er natürlich noch nichts.
Es geht Bruce nicht wirklich schlecht, aber hin und wieder hat er hat er ziemliches Pech. Seine Interviews misslingen des Öfteren, weil z.B. ein Interviewpartner gerade das Innenleben seiner Nase erforscht. Für all diese Vorfälle macht er ausschließlich den heiligen Vater verantwortlich und letztendlich fordert Bruce Nolan einen Kampf Mann gegen Mann mit Gott heraus. Selbst dieser kann sich ein derartiges Verhalten nicht bieten lassen und arrangiert ein Treffen mit dem Reporter. Erst nach einigen göttlichen und vor allem lustigen Kunststückchen kann Bruce wirklich glauben, dass er Gott (Morgan Freeman) leibhaftig vor sich zu stehen hat.
Damit Nolan einmal sieht, wie schwer es ist Gott zu sein, bekommt er nicht nur göttliche Fähigkeiten verliehen, sondern ebenso Gottes Pflichten. Dieser nimmt sich für die nächste Zeit erstmal Urlaub. Doch zuerst will Bruce sein eigenes Leben in den Griff bekommen und vernachlässigt seine eigentlichen Aufgaben. Ein neues Auto hat mehr Bedeutung als die Gebete der Bewohner seiner Stadt. Ein Rachefeldzug wird gegen die Rowdies und Kollegen gestartet, also gegen sämtliche Menschen, die Bruce früher verärgert haben. Bei dem einen kriecht ein Affe aus dem Hintern, bei einem anderen versagen Motorik und Artikulationsfähigkeiten komplett. Nolan kann nämlich alles beeinflussen, ausgenommen den Willen der Menschen.
Und genau diese Tatsache wird ihm zum Verhängnis, denn durch ein Mißverständnis droht seine Beziehung mit Grace zu zerbrechen. Alle Versuche, Grace mit seinen phantastischen Fähigkeiten umzustimmen, scheitern. Er muss sich wieder auf sein wirkliches Ich besinnen und ganz er selbst sein, um doch noch alles zu retten. Ob ihm der Versuch gelingt und in welche Fettnäpfchen Bruce Nolan noch tritt, ist seit dem 12. Juni in allen "göttlichen" Lichtspielhäusern zu ergründen.
Von Lars Lehmann
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