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...und dann kam Polly

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Original Titel
Along Came Polly

Kinostart
04.03.2004

Genre
Komödie

Erscheinungsjahr
2004

Land
USA

Verleih
UIP

Regie
John Hamburg

Autor
John Hamburg

Laufzeit
90 Minuten

Hauptdarsteller
Ben Stiller
Jennifer Aniston
Philip Seymour Hoffman
Alec Baldwin




Potenzial nicht ausgenutzt

Polly alias J. AnistonWas geschieht, wenn man Amerikas populärste Komiker - allen voran Jennifer Aniston und Ben Stiller - in einem Film mitspielen lässt, der von Spaßkanone Danny DeVito mitproduziert wird? Das Ergebnis sollte die größte Lachnummer des Jahres sein - im positiven Sinne. Doch leider kann die grundsätzlich gelungene Liebeskomödie ihren erfolgreichen Vorgängern a la "Meine Braut, ihr Vater und ich" nicht das Wasser reichen. Das zur Verfügung stehende Potenzial wurde offensichtlich nicht ausreichend genutzt, um die hohen Erwartungen zu erfüllen.

Auch wenn der Streifen im Vergleich etwas schlechter abschneidet, soll das nicht heißen, dass die Lachmuskulatur nicht beansprucht wird. Der vor allem auf Situationskomik abzielende Film brennt eben das Comedy-Feuerwerk etwas kleiner ab, doch vor allem Ben Stiller in der Rolle des Reuben, tappt regelmäßig in große Fettnäpfchen, wie man sie schon aus "Verrückt nach Mary" kennt und erzielt dadurch die Lacher.

Reuben, vom Beruf Risikoanalytiker, befindet sich gerade mit seiner frisch angetrauten Frau auf Hochzeitsreise in der Karibik. Doch schon am ersten Tag erwischt er seine Herzallerliebste in Flagranti mit einem französischen Tauchlehrer. Wutentbrannt und zu tiefst enttäuscht fliegt er wieder zurück in seine Heimatstadt New York. Kollegen wie Freunde sind bereits bestens über Reubens missliche Lage im Bilde. Besondere moralische Unterstützung erhält er von seinem Chef (Alec Baldwin) und seinem besten Freund Sandy (Philip Seymour Hoffman).

Polly alias J. AnistonSandy ist es auch, der seinen Kumpel mit auf eine Stehparty nimmt, um ein wenig zu entspannen und die Vergangenheit zu vergessen. Wie es der Zufall will, trifft Reuben dort seine alte Schulfreundin Polly (Jennifer Aniston). Sie hat die Schule damals vorzeitig verlassen und schlägt sich seitdem mit Kellner-Jobs durch. Obwohl Polly und Reuben so gut zueinander passen wie das Hawaii-Hemd zum Opernball, hat der studierte und recht konservative Risikoanalytiker ein Auge auf die ausgeflippte Polly geworfen. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

So kommt es zum ersten Date und, wie sollte es anders sein, zu ungewollt komischen Einlagen seitens Reubens. Eine überschwemmte Toilette in Polly's Wohnung gehört ebenso dazu wie "gekonnte" Tanzeinlagen in einem Samba-Club. Doch mit der Zeit und nach einigen Grundsatzdiskussionen was Reubens biederes Leben angeht, werden die beiden zu einem eingespielten Paar - bis seine (Noch-)Ehefrau auftaucht und ihren Seitensprung bitter bereut. Wer die Wahl hat, hat die Qual: Tor 1 - risikoreich aber nie langweilig oder Tor 2 - auf der sicheren Seite und doch unglücklich. Fragen Sie Ihren Risikoanalytiker!

Trotz der genannten Schwächen bietet "...und dann kam Polly" doch gute Unterhaltung und witzige Sitcom. Wer ohnehin ein Ben Stiller Fan ist oder auf sexy Jennifer nicht verzichten möchte, sollte sich keinesfalls den Film im Kino entgehen lassen. Für alle anderen erscheint der Streifen auch irgendwann auf DVD.

Von Lars Lehmann



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