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Home Page : Infocenter : Internetradio aufnehmen: Streamripper Plugin

Internetradio aufnehmen: Streamripper Plugin

Das Streamripper Plugin für Winamp ist ein moderner Radiorekorder. Die kleine Erweiterung für den populären Player fertigt Internetradio-Mitschnitte an und speichert sie als Audiodatei auf der Festplatte. Sofern der Sender es unterstützt, trennt Streamripper Musiktitel automatisch und übernimmt die Titelinformationen des Senders in die Audiodateien (z.B. ID3-Tags).

Neben Radiostreams im MP3-Format beherrscht Streamripper auch Ogg Vorbis und AAC. Webradio mit Real Audio oder Windows Media Streams nimmt das Plugin nicht auf. Hier helfen zum Beispiel der phonostar Player oder Screamer Radio weiter. Eine große Auswahl geeigneter Radiostationen findet sich in der Winamp Library (Shoutcast Radio) oder auf SHOUTcast.com.

Wie bei allen Webradios gilt: Es können nur Sender ruckelfrei gehört und aufgenommen werden, wenn eine entsprechend flotte Internetanbindung besteht. Mit ISDN empfängt man meist noch einen Sender mit 96 kbps, darüber ist xDSL erforderlich.
Das Mitschneiden ist nur für den privaten Gebrauch erlaubt, beispielsweise um sich seine Aufnahmen auf dem PC oder MP3-Player anzuhören.


1. INSTALLATION

Winamp muss bereits installiert sein. Das Streamripper Plugin kann in unserer Softwaresektion heruntergeladen werden. Während der Installation wird Winamp normalerweise automatisch gefunden, so dass sich Streamripper direkt in das Winamp-Verzeichnis installiert (meist C:/Programme/Winamp).
Die Frage "Would you like to run Winamp now with Streamripper as the default plug-in?" kann mit "Ja" beantwortet werden.


2. PLUGIN DE/AKTIVIEREN

Nach der Installation startet Winamp zusammen mit dem Streamripper-Fenster:



Wer direkt loslegen möchte, sollte unter Options » File » Output nur noch das Zielverzeichnis für die Aufnahmen eingestellen. Die verschiedenen Speichermöglichkeiten und weitere Detaileinstellungen werden in Kapitel 4 erläutert.



Sollte das Streamripper-Fenster einmal verdeckt sein, genügt meist ein Doppelklick auf das Streamripper-Symbol in der Taskleiste.

Tipp: Das Plugin lässt sich auch komplett an- oder abschalten. Dies geschieht in den Winamp-Einstellungen (STRG+P drücken) unter Plugins » Allgemein. Dort einfach das Plugin markieren und doppelklicken bzw. "Ausgewähltes Plugin konfigurieren" klicken.
Zum Aktivieren anschließend in der Dialogbox das Häkchen bei "Enable Streamripper" setzen und mit OK bestätigen. Zum Deaktivieren das Häkchen entsprechend entfernen.

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3. SENDER SUCHEN UND AUFNEHMEN

Schon kann die erste Aufnahme beginnen. Winamps Medienbibliothek enthält bereits eine Senderliste mit tausenden Stationen. Sie ist über Online-Dienste» SHOUTcast Radio zu erreichen. Mit dem richtigen Suchbegriff oder beispielsweise der Genre-Auswahl ist schnell ein passender Sender gefunden.



Probleme bei der Anzeige der Online-Dienste? Werden die SHOUTcast-Stationen nicht angezeigt oder es kommt zu Fehlermeldungen, helfen möglicherweise diese Tipps im Infocenter.

Eine erweiterte Senderauswahl gibt es bei SHOUTcast.com, wo man mit Tune In einen Sender startet. Vergleichbare Links zum Live-Stream gibt es auf den Seiten vieler Radiostationen. Hauptsache ist, sie senden mit SHOUTcast oder Icecast.



Sobald der Sender in Winamp läuft, erkennt ihn Streamripper automatisch und meldet "Press start to rip ...".



Ein Klick auf Start startet den Mitschnitt. Es folgt zunächst ein kurzes Zwischenspeichern (Buffering...) und dann die eigentliche Aufnahme (Ripping...). Ein Klick auf Stop beendet die Aktion.



Im zuvor angegeben Zielordner wird ein Unterordner für die fertigen Aufnahmen angelegt. Zum Beispiel auf dem Desktop, wie hier zu sehen. Unfertige Mitschnitte landen im Ordner "incomplete", z.B. wenn man die Aufnahme mitten im Lied gestartet oder beendet hat.

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4. STREAMRIPPER OPTIONEN

Unter Options lassen sich verschiedene Einstellungen vornehmen, die wichtigsten werden nachfolgend erläutert:

Connection



"Try to reconnect..."
veranlasst Streamripper, eine unterbrochene Verbindung wieder aufzunehmen und die Aufnahme fortzusetzen.

"Don't rip over X megs" begrenzt die Dateigröße einer Aufnahmesession auf die angegebene Anzahl an Megabyte. So wird die Festplatte nicht vollgeschrieben.

"Create relay stream" ist für Anwender mit geringer Bandbreite interessant. Zur Aufnahme baut Streamripper normalerweise eine zweite Verbindung auf und benötigt also auch die doppelte Bandbreite, wenn der Sender gleichzeitig gehört wird. Ein Relay Stream sorgt dafür, dass Winamp die Aufnahme anstelle des Parallelstreams abspielt und dadurch Bandbreite spart.
Ist der Relay Stream aktiviert, erscheint bei der Aufnahme ein "RLY"-Symbol im Streamripper Fenster. Ein Klick auf das Symbol erzeugt einen Eintrag für den Relay Stream im Playlistfenster (z.B. localhost:8000), der nach Aufnahmebeginn anzuklicken ist.


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File

Unter "Output Directory" kann das Zielverzeichnis für die Aufnahmen eingestellt werden.

"Rip to separate files" aktiviert die automatische Titeltrennung, d.h. Streamripper trennt Songs automatisch und übernimmt die Titelinformationen des Senders in die Audiodateien, z.B. als ID3-Tag.

Wichtig: Titelwechsel können nicht immer zuverlässig erkannt werden, wenn die Metadaten im Stream zeitversetzt sind. Hier wendet Streamripper einen Trick an: Das schlaue Plugin sucht im Bereich zwischen zwei verschiedenen Metatags nach einer Pause und nimmt dort die Titeltrennung vor.
Natürlich funktioniert das nicht immer hundertprozentig. Vor allem wenn ein Sender Titel überblendet, ist keine saubere Titeltrennung möglich.



"Rip to single file" ist von Vorteil, wenn die automatische Titeltrennung nicht richtig funktioniert. Die komplette Aufnahme landet in einer einzigen Datei im Zielordner.
Tipp: Parallel wird ein so genanntes Cue-Sheet erzeugt. Diese Datei enthält eine Art Inhaltsverzeichnis der Aufnahme. Player wie foobar2000 können diese Dateien verarbeiten. Einzelne Titel lassen sich auf diese Wesie zumindest grob ansteuern. Auch der MP3-Editor mp3DirectCut liest Cue-Sheets und setzt die entsprechenden Schnittmarken. Ungenaue Titelwechsel müssen dann nur noch korrigiert werden. Einen Einstieg in die Funktionsweise von mp3DirectCut bietet unsere Anleitung MP3 Dateien schneiden.
Probleme beim Lesen der Cue-Sheets? Streamripper verwendet im Cue-Sheet den kompletten Dateipfad. Wird die Aufnahme in ein anderes Verzeichnis verschoben, muss der Pfad in der ersten Zeile der .cue-Datei mit einem Texteditor angepasst oder ganz entfernt werden.

Beispiel: Beginn eines Cue-Sheets ohne Pfadangabe im Texteditor


Overwrite tracks in complete: Überschreibt fertige Aufnahmen bei gleichem Dateinamen immer (always), nie (never) oder wenn sie größer sind (when larger).
Never overwrite files from incomplete folder: Überschreibt unfertige Aufnahmen bei gleichem Dateinamen.
"Add ID3V1/2 info to the tracks" de/aktiviert das Schreiben von ID3-Tags.
Add finished tracks to the playlist: Fügt fertige Aufnahmen automatisch in die Winamp-Playliste ein.
Number of initial Songs to leave in incomplete: Anzahl der Titel, die zu Beginn einer Aufnahme ignoriert werden, z.B. wenn der Lieblingssender immer mit einem Jingle startet.


Pattern

Hier können Ordner- und Dateinamen der Mitschnitte individuell angepasst werden. Ein Schrägstrich erzeugt einen Ordner. Im Beispiel wird für jede Aufnahme ein Ordner mit dem Namen der Radiostation erzeugt, in dem die Titel im Schema "Interpret - Titel" benannt werden. Voraussetzung ist natürlich, dass der Sender die nötigen Informationen mit überträgt.




Skins

Streamripper unterstrützt Skins, die das Aussehen des Streamripper-Fensters verändern.


Splitting

Streamripper wendet ein spezielles Verfahren an, um Einzeltitel möglichst genau zu trennen. Das wurde weiter oben bereits erläutert. Unter Splitting besteht die Möglichkeit, eine Feinanpassung der Titeltrennung vorzunehmen. Alle Zeitangaben sind in Millisekunden. Unter Search Window wird der Zeitraum vor (=Pre) und nach (=Post) einem Titelwechsel bestimmt, in dem nach Stille (=Silence) gesucht wird. Ausserdem kann ein fester zeitlicher Versatz (=Offset) für das Search Window angegeben werden.




Ext/Codeset

Vereinzelt benutzen Sender spezielle Techniken, um Metadaten zu übertragen. Unter "External interface" können Hilfsprogramme eingebunden werden, um diese Informationen zu verarbeiten. Die "Codeset options" dienen der Anpassung des Plugins an internationale Zeichensätze.





Viel Spass!
Bei Anregungen und Fragen schaut ins MPeX.net-Forum.



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