Wer wollte nicht selbst mal Radio machen?
Durch Streaming wird es möglich! Hier kann man es besser machen, als all die kommerziellen Sender des wahren Radiolebens, die die gleichen Hits 'rauf und 'runternudeln bis einem schlecht wird, zwischendurch gequirlten Mist reden und einem Werbeblöcke ins Hirn hämmern, die an Dummheit nicht zu überbieten sind.
Aber nun genug ausgeteilt:
Jetzt seid IHR dran - ob Du uns nun Dein neustes Breakbeatset vorspielen willst, ob Du die Musik Deiner eigenen Band "On Air" bringst, oder ob Du uns die schönsten Stücke Deiner Halbedelsteinsammlung erklären willst - Streaming ist so demokratisch wie eine eigene Homepage - Free speech for everyone!
Bevor Du dich der Welt über dein eigenes Radio mitteilen kannst, benötigst du die passende Software. Zur Veranschaulichung zunächst dieses Schaubild:
Aus der Abbildung ist ersichtlich, dass ein Player, ein passendes DJ-Plugin (DSP-Plugin) für den Player und eine Server Software benötigt werden. Player und Plugin bilden dabei eine Einheit. Die Server Software kann entweder auf dem selben PC laufen, auf dem auch Player und Plugin installiert sind oder alternativ auf einem "entfernten" Rechner im eigenen Netzwerk oder im Internet.
2. Die richtige Software
Da wir nun wissen was benötigt wird, hier ein kurzer Überblick der Programme, die kombiniert das gewünschte Vorhaben - eine eigene Radiostation - erfüllen können:
Player Winamp DJ-Plugin SHOUTcast DSP-Plugin oder oddcast DSP-Plugin Server Software SHOUTcast Server oder Icecast Server
Es versteht sich von selbst, dass aus jedem Bereich nur ein Programm eingesetzt werden sollte.
3. Das richtige Format
Möchtest du mit Deinem Radio nur im MP3-Format auf Sendung gehen, sind die Kombination Winamp, SHOUTcast DSP-Plugin und SHOUTcast Server genau das Richtige für Dich. Der wichtige MP3-Codec ist dem DSP-Plugin bereits beigelegt, das bedeutet weniger Arbeit!
Solltest du allerdings nebenbei im Ogg Vorbis Format senden wollen, muß die Wahl zwangsläufig auf Winamp, das oddcast DSP-Plugin und den Icecast Server fallen. Um mit dem oddcast DSP-Plugin im MP3-Format senden zu können, ist ausserdem der Download eines kostenlosen MP3-Codecs vonnöten (genaue Anweisungen dazu in der oddcast Anleitung). Der Ogg Vorbis Codec wird zum Glück mitgeliefert. Ein weiterer Pluspunkt für oddcast: Der Stream kann während der Ausstrahlung in Echtzeit im jeweiligen Format auf der Festplatte mitgeschnitten werden.
Für Webradio werden i.d.R. die Musikurheberrechte der Komponisten, Textdichter und deren Verleger (GEMA) sowie die Leistungsschutzrechte der Interpreten und der Tonträgerindustrie (GVL) benötigt. Das kostet Geld.
Das Angebot an Musik, die frei von diesen Rechten und den damit verbundenen Kosten ist, wächst nur langsam. Lizenzmodelle wie die Creative Commons Lizenz ( http://creativecommons.org/worldwide/de/ ) können beispielsweise die freie Verbreitung von Titeln über Internetradio ausdrücklich erlauben.
Was nun? Du solltest dich unter Punkt 3 für ein Format entscheiden und dann die entsprechenden Anleitungen befolgen.