Um komprimierte Audiodateien (MP3, Ogg Vorbis u.a.) auf handelsüblichen CD-Playern
abzuspielen, müssen sie als sogenannte Audio-CD gebrannt werden. Wandelt man die komprimierten Audiodateien in das unkomprimierte WAV-Format um (dekodieren), sind alle gängigen Brennprogramme dazu in der Lage.
Praktischer ist es jedoch, wenn das Brennprogramm die komprimierten Audiodateien direkt verarbeitet. MP3 wird von vielen Brennprogrammen unterstützt. Bei Formaten wie Ogg Vorbis, FLAC oder Musepack sieht es da schon anders aus. Ein kleines Programm, das zahlreiche komprimierte Formate direkt als Audio-CD brennt, ist Burrrn (Download).
Burrrn unterstützt viele gängige Audioformate: Wave, MP3, Musepack, Ogg Vorbis, AAC/MP4, Monkeys Audio, Flac, Optim Frog, Shorten, WavPack und importiert Playlisten sowie Cue Sheets.
Sofern der eigene Brenner es unterstützt, schreibt Burrrn auch gleich CD-TEXT.
1. INSTALLATION
Die Burrrn-Installationsdatei kann man sich zum Beispiel direkt auf den Desktop herunterladen und per Doppelklick auf das Symbol ausführen. Abfragen wie Speicherort (Destination Folder) u.ä. können normalerweise beibehalten werden.
Hat man sich mit "Next" und "Install" durch die Installation geklickt, erscheint eine neue Programmgruppe "Burrrn" im Startmenü. Burrn starten und los ...
2. EINSTELLUNGEN
Beim ersten Start wird man aufgefordert, den Brenner zu bestimmen, der später die Audio-CDs bruzzeln soll. Ein Klick auf OK und es öffnet sich das Konfigurationsfenster Settings. Hier sollten auch gleich weitere Grundeinstellungen erfolgen:
Writer: Zunächst muss der Brenner gewählt werden. Möchte man CD-Text Informationen auf die CD schreiben (sofern es der eigene Brenner unterstützt), lässt man das Häkchen hier stehen. Raw Driver hilft manchmal bei Brennproblemen, ebenso das Deaktivieren von SPTI. Unter Windows XP/2000 sind aber die Einstellungen in der obigen Abbildung meist korrekt.
Falls kein Brenner erkannt wird, handelt es sich i.d.R. um fehlende ASPI-Treiber. Hier hilft ein Blick ins Forum. Nur in seltenen Fällen sind Brenner nicht mit Burrrn kompatibel (Burrrn verwendet CDRDAO).
Temp Directory: Sind auf der Festplatte oder Partition, auf der Burrrn installiert ist, weniger als 1 GB Speicherplatz frei, sollte hier eine Festplatte oder Partition mit mindestens 800 MB freiem Speicher angegeben werden.
Language: Einfach German auswählen und Burrrn spricht Deutsch!
Die übrigen Einstellungen richten sich an erfahrene Nutzer. Ein Tipp zu den Dekodern: Man kann die Parameter der Dekoder ändern oder sogar andere Dekoder nachrüsten (z.B. MAD statt LAME als MP3-Dekoder). So wird beispielsweise mit "mppdec.exe --gain 2 --prev %s %d" TrackGain beim Brennen von Musepack-Dateien berücksichtigt, sofern ReplayGain-Tags vorhanden sind.
Mit einem Klick auf OK sind die Einstellungen gespeichert.
3. CD ZUSAMMENSTELLEN
Nach dem Start präsentiert sich Burrrn mit einer schlichten Oberfläche incl. einem Zusammenstellungsfenster. Wird Im Vordergrund aktiviert, bleibt die Oberfläche immer im Vordergrund. Das ist später sehr hilfreich, um Dateien per Drag'n Drop in das Zusammenstellungsfenstzer zu ziehen.
Burrrn setzt auf Drag'n Drop, d.h. die markierten Audiodateien werden vom Explorer mit gedrückter linker Maustaste in das Zusammenstellungsfenster gezogen. Alternativ gibt es seit Version 1.13 auch einen Hinzufügen-Button.
So geht es am bequemsten: Ein Explorerfenster mit den zu brennenden Dateien öffnen und neben der Burrrn-Oberfläche anordnen.
Will man die Reihenfolge der Titel bestimmen, so zieht man die Dateien einfach eine nach der anderen in das Zusammenstellungsfenster.
Statt der Audiodateien lassen sich auch komplette Playlisten (m3u, pls, fpl) und Cue Sheets direkt herüberziehen.
Nicht vergessen: Mit einem 700 MB-Rohling ist bei 80 Minuten Schluß, bei 650 MB schon bei 74 Minuten. Also immer die CD-Länge kontrollieren!
Tipp: Auf Wunsch bringt Burrrn die Titel vor dem Brennen auf ein einheitliches Lautstärkeniveau. Die Audiodateien selbst werden dabei nicht verändert. Zum Angleichen wird ReplayGain aktiviert, mehr dazu im Infocenter.
Es stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Track adjustment bringt jeden Titel separat auf die Referenzlautstärke. Album adjustment analysiert dagegen die Titelauswahl als Ganzes und passt alle Titel im gleichen Verhältnis an. So werden bei klassischen Alben die absichtlich leise gespielten Titel nicht unverhältnismäßig laut wiedergegeben.
Wird die Referenzlautstärke persönlich als zu gering empfunden, kann man sie in den Programm-Einstellungen unter ReplayGain ggf. vorsichtig um den Wert 3.0 erhöhen (s.o.).
4. AUDIO-CD BRENNEN
Burrrn erkennt, falls vorhanden, die Titelinformationen in sogenannten Tags (ID3/APE/OGG Comment) und übernimmt sie für die CD-TEXT Infos der Audio-CD. Um diese Funktion zu nutzen, müssen der Brenner und auch der CD-Player CD-TEXT unterstützen. Das Brennen der Audiodaten klappt natürlich auch mit Geräten ohne CD-TEXT.
Nun gilt es, die Schreibgeschwindigkeit einzustellen. Burrrn zeigt auch Geschwindigkeiten an, die der Brenner möglicherweise nicht unterstützt. Hier können einfach die von anderen Brennprogrammen gewohnten Werte übernommen werden oder ein Blick ins Brenner-Handbuch hilft.
Ein Klick auf Brennen startet den Brennvorgang.
Nun geht alles automatisch und dauert je nach Rechnerleistung und Brenngeschwindigkeit eine Weile.
Als erstes werden die komprimierten Dateien in das unkomprimierte WAV-Format dekodiert.
Dann wird die Audio-CD gebrannt.
Wenn die Brenngeschwindigkeit nicht zu hoch gewählt ist und ihr während des Brennes den Rechner nicht mit anderen Aufgaben in die Knie zwingt, meldet Burrrn den erfolgreichen Brennvorgang und wirft die CD aus.
Viel Spass!
Wenn ihr Hinweise oder Fragen habt, seid ihr im MPeX.net-Forum am richtigen Platz!