ALC-Record ist ein kleines aber extrem praktisches Programm, um verschiedene Quellen über die Soundkarte aufzunehmen. Das können z.B. Aufnahmen über das Mikrofon oder Line-In (Radio, CD-Player, Kassette, LP, etc.) sein, je nachdem was die Soundkarte bietet. Viele Soundkarten sind auch in der Lage die gesamte Audio-Wiedergabe des Computers aufzunehmen ("Stereo-Mix", "What you hear"). Damit ist es ALC-Record sogar möglich, Internetradio unabhängig von der Sendetechnik mitzuschneiden.
Wir zeigen euch hier Schritt für Schritt wie es geht.
Das Programm kann in unserer Softwaresektion heruntergeladen werden. Die ZIP-Datei entpackt man in ein leeres Verzeichnis und startet ALC-Record per Doppelklick auf ALCRCRD.EXE.
1. AUFNAHME-EINSTELLUNGEN
Wie bei jedem anderen Aufnahmeprogramm muss der Anwender die Windows Lautstärkeregelung bedienen können, um die gewünschte Aufnahmequelle zu aktivieren.
Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
? Über die Systemsteuerung » Sounds und Audiogeräte » Karteikarte Lautstärke
» Gerätelautstärke » Erweitert » Optionen » Eigenschaften » Aufnahme
? per Rechtsklick auf das Lautsprechersymbol in der Taskleiste
» Lautstärkeregelung öffnen » Optionen » Eigenschaften » Aufnahme
Dort prüft man zunächst, ob die Aufnahmequelle angehakt ist und holt das ggf. nach.
In unserem Beispiel ist es "Stereo-Mix", um Internetradio mitzuschneiden.
Tipp: Tapedeck, CD-Player, Tuner oder HiFi-Anlage werden meist an den Line-In der Soundkarte angeschlossen. In diesem Fall wählt man "Line-In" als Aufnahmequelle.
Ein Klick auf OK führt zum Optionsmenü, wo ebenfalls die gewünschte Aufnahmequelle angehakt wird. Der Pegel spielt noch keine Rolle, das erledigen wir mit ALC-Record.
Das Optionsmenü wird über das "X"-Symbol verlassen
Nun navigiert man mit dem Windows-Explorer in das ALC-Record Programmverzeichnis und startet das Programm per Doppelklick auf ALCRCRD.EXE.
Es erscheint die übersichtliche Programmoberfläche, wo unter "Level Control" wiederum die gewünschte Aufnahmequelle anzugeben ist. In unserem Beispiel also "Stereo Mix".
2. SPEICHERORT ANGEBEN
Vor der eigentlichen Aufnahme legt man noch den Speicherort und den Dateinamen für die Wave-Datei fest. Ein Klick auf das Diskettensymbol öffnet ein Fenster für den Dateinamen und den Speicherort, im Beispiel "aufnahme1" im "Eigene Dateien"-Ordner.
3. AUFNAHMEPEGEL FESTLEGEN
Eine der häufigsten Fehlerquellen nimmt ALC-Record dem Anwender ab: Dank einer automatischen Pegelanpassung gehören leise oder übersteuerte Aufnahmen der Vergangenheit an. Man gibt dem Programm einfach etwas Zeit sich auf das Eingangssignal einzustellen und startet dann die Aufnahme. Treten später stärkere Spitzenpegel auf, regelt ALC-Record automatisch nach.
Unter "Control Mode" legt man fest, ob die Stereo-Kanäle separat oder zusammen ausgesteuert werden sollen. Der "ALC-Mode" gibt die Art der automatischen Aussteuerung an. "Down only" heisst, bei hohen Spitzenpegeln wird die Lautstärke nach unten reguliert, um Übersteuerungen (ein kratzender Sound) zu vermeiden. "Up/Down" bewirkt dagegen, dass bei längeren leisen Passagen die Aufnahmelautstärke auch wieder angehoben wird. Für Radio, LP- oder Tonbandmitschnitte ist "Down only" eine gute Wahl.
Zunächst ist es sinnvoll, die Aufnahmeregler ganz nach oben zu setzen (s. linkes Bild). Ein Klick auf das rote Kreissysmbol startet den Monitor , d.h. ALC-Record simuliert eine Aufnahme.
Nun muss die Aufnahmequelle angeschaltet werden, damit ALC-Record sich auf den korrekten Aufnahmepegel herunterregeln kann.
Nimmt man beispielweise eine LP auf, sucht man sich eine Stelle inmitten eines Liedes.
Unter "Recording" wird der Pegel angezeigt. Er liegt normalerweise im roten Bereich und das Ergebnis wäre stark übersteuert. ALC-Record senkt jetzt langsam den Pegel ab, bis die beiden Ziffern neben den Balken auf Null stehen. Bleiben die Ziffern für etwa 30 Sekunden auf Null, kann die eigentliche Aufnahme beginnen.
4. AUFNEHMEN
Ein Klick auf das Kreissymbol startet die Aufnahme und die rote "Recording"-Anzeige blinkt. Unter "Elapsed time" steht die bisherige Aufnahmedauer. Für eine 80 minütige Aufnahme sind ca. 700 MB freier Festplattenspeicher erforderlich. In diesem Zusammenhang ist es praktisch, dass die Aufnahmedauer unter "Length" vorab festgelegt werden kann. Ist "Start at" angehakt, beginnt der Mitschnitt zur dort eingestellten Zeit.
Der "Stop"-Button beendet die Aufnahme. Die liegt in unserem Beispiel im Ordner "Eigene Dateien" und heisst "aufnahme1.wav". Die Datei kann nun mit Winamp abgespielt, noch nachbearbeitet oder in ein platzsparendes Format wie MP3 oder Ogg Vorbis konvertiert werden.
Alle dafür erforderlichen Programme findet ihr in unserer Softwaresektion, z.B. RazorLame für die Umwandlung WAV zu MP3 oder Audacity zum Schneiden und nachbearbeiten der Aufnahme.