SOFTWARE / ÜBERTRAGUNG Dem Rio 600 liegen als Software der "Rio Audio Manager" für Windows PC und "SoundJam MP" für Mac bei. "SoundJam MP" ist ein Audio Player, mit dem sich MP3s von CD oder aus anderen Audiodateien erstellen und auf den Rio 600 übertragen lassen.
Im Test wurde ein PC unter Windows 98 benutzt. Daher wird nachfolgend nur der "Rio Audio Manager" zur Beurteilung herangezogen. Er lässt sich problemlos von CD installieren und ist nach kurzer Zeit funktionsbereit. Das Programm belegt rund 13 MB auf der Festplatte.
Die wichtigsten Funktionen
Audio Player für diverse Dateiformate
Musikdatenbank / Playlistverwaltung
CD Reader, erstellt Dateien im MP3/Windows Media Format (WMA) aus Audio CDs
CD Writer, erstellt Audio CDs aus WMA/MP3
Übertragungstool PC/Rio
integrierter Webbrowser
Der Rio Audio Manager erinnert zunächst an bekannte Alleskönner wie RealJukebox oder MusicMatch Jukebox. Er reicht in Sachen Funktionalität und Handhabung allerdings nicht an diese Programme heran. Dateien können nur auf den Rio übertragen werden, wenn Sie zuvor in der Datenbank abgelegt wurden. Songs per Drag?n Drop aus dem Windows Explorer direkt in das Übertragungsfenster zu ziehen gelingt nicht. Ist diese Hürde überwunden, sind die 32 MB Speicher des Rio in exakt 3 Minuten mit Musik bespielt. Eine Möglichkeit Dateien vom Rio 600 auf den PC zurückzuspielen ist nicht vorgesehen. MP3s oder WMA Dateien von CD zu erstellen gelingt gut. Es werden ID3v2 Tags und CDDB unterstützt, so dass alle CD Informationen aus dem Internet geladen werden können. Die Qualität des von Rio verwendeten Qdesign MP3 Encoders lässt jedoch selbst Presslufthammer-Bernhard zusammenzucken, in Fachkreisen kein Geheimnis. Hier schneidet sich Rio ins eigene Fleisch, wenn die mitgelieferte Software nicht in der Lage ist, akzeptable MP3-Dateien zu erstellen. Zudem kann der MP3 Encoder nur 50 mal benutzt werden, danach ist eine kostenlose Registrierung erforderlich. Beim Schreiben von Audio CDs ist gar nach 25 Titeln Schluss, die Freischaltung ist kostenpflichtig.
So gesehen ist der ?Rio Audio Manager schon eine kleine Mogelpackung. Glücklicherweise lassen sich die bereits erwähnte ?RealJukebox und MusicMatch Jukebox zur Fütterung des Rio verwenden. Letzteres wurde erfolgreich getestet. Die Programme müssen lediglich per Internet für den Rio 600 aktualisiert werden.
LIEFERUMFANG Der Rio 600 kommt transportsicher verpackt mit USB-Anschlusskabel (1m), Software CD für Windows PC und Mac, Ohrhörern und englischer Kurzanleitung. Batterie, Gürtelclip oder Gürteltasche sind nicht enthalten. Eine ausführlichere englische Anleitung gibt es auf der Rio-Homepage.
Das Gehäuse des Rio hinterlässt einen sehr stabilen Eindruck. Die Verarbeitung und die Bedienelemente wirken ebenfalls sehr solide. Leider zeigte sich das Display im Test etwas kratzempfindlich. Der gemeinsame Transport mit einer CD-Hülle in der Jackentasche sorgte bereits für leichte Kratzspuren.
Mit der Größe einer Zigarettenschachtel und einem Gewicht von rund 100 Gramm inkl. Batterien gehört der Rio 600 zwar nicht zu den kleinsten Vertretern seiner Art, zieht einem aber noch lange nicht die Shorts runter oder den Kragen ins Genick.
hmm 32mb sinn echt nich viel aber mp3s sind ja ganz einfach in 64kb-wmas umzuwandeln ...die qualität is nur wenich schlechter aber dafür passt dann doch ne ganze menge mehr drauf (komplettes album ~25mb) .... und backpacks gibs auch ganz billich bei ebay ...
sonst gibts eigentlich nich viel zu meck0rn ... verarbeitung is n bisschen wackelich (ein/aus-schalter , control-panel) und allzu oft trifft man den pause-knopp nich richtich aber dafür die stopp-taste ... is manchmal ziemlich ärgerlich ...
trotzdem gibts ne 8
02.05.2003 - 20:21
Gemessen am Standard der Geräte des Jahrgangs 2003 ist der RIO 600 veraltet.
Für sich betrachtet ist es aber ein netter MP3-Player mit guter Bedienbarkeit (mal abgesehen vom zu tief ins Gehäuse eingelassenen Play-Dial, dem zu weit außen sitzenden \"Lauter\"-Knopf und der zu wackligen Einschalttaste.
Massive Kritikpunkte:
Nach Einspielen der 155er Firmware wird der Player etwas schizoid. Er betrachtet nicht den Gesamtspeicher sondern den internen (32MB) und den externen (32-128MB) getrennt.
Das führt dazu, das beim Upload immer Speicher verlorengeht. Komplett ge-mp3-te Alben haben meist eine Länge von 50-80MB und müssen daher immer gesplittet werden -sehr unschön!
Der Ein-Lock-Ausschalter ist eine Fehlplanung. Nicht nur das er zu wacklig ist: Beim Schalten von \"Normal\" auf \"Lock\" schaltet man den Player rucki-zucki aus Versehen aus. Das kommt oft vor!
Extrem negativ:
Support und Verfügbarkeit von Upgrades - ganz Besonders Backpacks und Frontplates sind so gut wie nicht oder nur überteuert zu bekommen. Die sehr nett aussehende schwarze Frontplate liefert Rio nur in die USA und Canada - auf Anfrage, ob es gegen Erstattung der Versandkosten möglich wäre, mir das Teil hierher zu schiken, bekam ich die Antwort: \"..it\'s our company policy to ship only inside the USA and Canada...\"
Nett!
Das Kabel zum Bespielen des RIO 600 ist viel! zu kurz. 50-80cm mehr wären besser. Der Stecker hätte etwas asymetrischer ausfallen können um einen das Gefummel zu ersparen.
Die mitgelieferte Software finde ich ätzend. Eine simple Integration in den Windows-Explorer als \"Removeable Storage\" hätte ich persönlich vorteilhafter gefunden.
Zudem sind in der Software einige Sachen drin, die mich sehr an DRM, Palladium, TCPA und Co. erinnern.
Positiv:
Das Display ist sehr gut lesbar und mit seiner blauen Beleuchtung ziemlich ansprechend. Leider geht durch die gefällige ovale Form Platz verloren
Die Wipptaste für Play, Stop, Pause, Rewind ist zwar wacklig und zu tief ins Gehäuse eingelassen aber recht gut auf dem Gerät positioniert - man kommt gut ran.
Die Bedienung ist absolut intuitiv und erfordert eigentlich nicht das Studium des Handbuches - mir geht es jedenfalls so.
Das Gehäuse ist recht vernünftig gearbeitet und gefällt - trotz der relativ großen Dimensionen - durch seine ansprechende Form.
TIP:
Amaton.de verkauf den Player momentan im Set mit zusätzlichem 32MB Backpack (Akku und (Reise)Ladeteil dabei), 3 (eher hässlichen) Frontplatten und einem RIO-Case für 99,00 EUR (inklusive Versand). Die Summe der Einzelteile beträgt 326 EUR - also eine satte Ersparnis.
Aber Achtung:
Das Gerät scheint ein Auslaufgerät zu sein, von dem Momentan die Restposten vertickt werden. Es ist nicht unbedingt damit zu rechnen, das die Firmware weiter gepflegt wird (was ich persönlich bedauere, weil ich gerne das OGG-Format gesehen hätte).
Fazit: Gemessen am Preis ein netter Player mit hervorragendem Klang, richtig Power (ohja, er kann laut werden!) aber auch ein Player mit unnötigen Schwächen.
Wer das Gerät bei Amazon für 99 EUR kauft macht keinen schlechten Deal - auch wenn der Speicher nicht üppig ist.
Achja... Zur Laufleistung: Mit vollem Akku läuft das Teil um die 11 Stunden (Akku gibts im Backpack). Allerdings muss der Akku zuerst rund 300 Minuten kalibriert werden (nach Update der Firmware auf 1.55!!!)
Grüße
OxnoxO
21.02.2003 - 14:25
Bis jetzt war ich mit den rio-Playern sehr zufrieden, aber den Rio600 kann ich nicht empfehlen. Mal abgesehen davon dass das backpack zu wenig Speicherplatz besitzt, muss man gleich ein neues kaufen, wenn man mehr Speicherplatz will.
Außerdem halten due Akkus nicht sehr lange. Nach knapp einem Jahr ist der Player dann kaputt gegangen: Ich war im Winter joggen, und wie immer bei kalten Temperaturen, ging der Player plötzlich aus. Doch nachdem ich den Rio600 zu Hause wieder aufgewärmt hatte, lief die Liedwiedergabe nur noch mit rauschen. Selbst mit Firmwareupdate ließ sich das nicht mehr entfernen.
Ich empfehle allgemein eher Player mit Festplatte, Speicherkarten (oder Backpacks) machen keinen Spaß!