Der Rio 600 ist ein tragbarer digitaler Audio Player mit internem 32 MB Speicher. Die Rio-Reihe gehört zu den Pionieren unter den portablen MP3-Playern. Als direkter Nachfolger des Rio 500 geht der Rio 600 aber nicht durch. Er eröffnet vielmehr eine neue Produktreihe mit schnittigem Design und neuen Speichermedien.
FEATURES Der Rio 600 kommt mit 32 MB internem Speicher. Das reicht für etwa eine halbe Stunde Musik in ordentlicher Qualität. Unterstützt werden das MP3 und Windows Media Format (WMA). Zusätzliche Dateiformate wie Dolby AAC sollen sich künftig per Software updaten lassen. Im Test spielte der Rio 600 alle MP3 Dateien problemlos ab, darunter Bitraten zwischen 16 kbps und 320 kbps, niedrige Samplingfrequenzen (gut für Audiobooks), diverse Encoder und verschiedene ID3Tags / LyricTags. Das gleiche gilt für die gängigen Dateien im Windows Media Format.
Zum Betrieb wird eine 1.5 V AA Alkaline Batterie (elf Stunden Spieldauer im Test) oder ein Akku benötigt.
Der interne Speicher ist durch sogenannte Backpacks erweiterbar, derzeit mit 32 MB erhältlich. In Zukunft sollen auch andere Speichermedien unterstützt werden, konkret IBM's Microdrive (340 MB). Als weiteres Zubehör bietet Rio unter anderem eine Adapterkassette fürs Auto, eine Gürteltasche oder sogenannte Faceplates (austauschbare Gehäusefront) in verschiedenen Farben an.
Die Abspielfunktionen des Rio 600 sind komplett, inkl. schnellem Vor- und Rücklauf. Das gleiche gilt für die Abspielmodi (Wiederholung/Zufallsauswahl). Zusätzlich lassen sich mehrere Playlisten erstellen und verwalten. Das hintergrundbeleuchtete Display zeigt Dateinamen, Datei-Infos (Tags, sofern vorhanden) und alle anderen wichtigen Informationen an. Der Klang lässt sich durch Voreinstellungen oder manuell beeinflussen.
Mittels USB-Kabel und einem kleinen Programm (Download auf der Rio Homepage) lässt sich die Firmware des Players bequem aktualisieren.
HANDHABUNG Der Rio 600 sieht nicht nur ergonomisch aus, er liegt auch gut in der Hand. Auf der Vorderseite befinden sich das Display und die Bedienelemente. Auf der Oberseite sind ein dreistufiger Schalter (OFF / ON / Tastensperre), Kopfhörereingang und USB-Anschluss untergebracht.
Das sogenannte ?Joypad ist das Steuerrad des Rio. Intuitiv sind hier die Abspielfunktionen angeordnet. In der Mitte befindet sich ein Button, der die Hintergrundbeleuchtung aktiviert bzw. in der Menüsteuerung benutzt wird. Drei weitere kleine Buttons dienen dem Wechsel ins Menü bzw. der Lautstärkeregelung. Dank eines guten Druckpunktes ist die geringe Größe nicht von Nachteil.
Prima: Die wichtigsten Funktionen des Rio lassen sich also treffsicher in der Jackentasche ausführen!
Wird die Wiedergabe längere Zeit gestoppt, schaltet sich der Rio ab. Das spart Strom. Dank ?Resuming kann aber beim zuletzt gehörten Titel fortgefahren werden, außer der Player wird komplett ausgeschaltet. Im Menü lässt sich einstellen, nach wie viel Minuten der Player in den Stromsparmodus wechselt.
Erweiterte Einstellungen und Funktionen werden im gut strukturierten Menü vorgenommen. Die Navigation geht dank ?Joypad schnell und einfach. Trotz des kleinen Displays ordentlich gelöst! Im Menü werden die Abspielmodi, die Klangbeeinflussung und die Verwaltung von Playlisten vorgenommen. Richtig, der Rio 600 kann mehrere Playlisten erstellen. Dazu müssen jeweils die gewünschten Titel in der gewünschten Reihenfolge per ?Joypad ausgewählt werden. Das ganze ist nicht aufwendiger als eine SMS per Handy zu schreiben, macht aber nur Sinn, wenn zumindest eine komplette CD auf dem Player Platz findet. Ein ?About Ordner im Menü informiert über Modell, Firmwareversion, Speicherbestückung / -auslastung, Ladezustand der Batterie / zu erwartende Betriebsdauer, Datum und Uhrzeit, sowie die unterstützten Dateiformate.
Batterie oder Akku werden problemlos im Backpack, dem abnehmbaren ?Hinterteil des Rio eingesetzt. Leider lässt sich der Rio nicht per Netzadapter an der Steckdose betreiben. Ohne Batterie geht nichts! Den Akku im Gerät aufladen? Dies ist erst beim Kauf eines Backpacks mit zusätzlichem Speicher möglich. Eine Batterieanzeige während des Abspielbetriebs fehlt und muss im Menü aufgerufen werden. Dafür kann sie anhand einer frischen Batterie kalibriert werden, um die Anzeigegenauigkeit bei unterschiedlichen Batterietypen zu erhöhen. Im Test zeigte der Rio die elfstündige Spieldauer mit voller Batterie genau an. Die Prognosen während des Betriebs lagen jedoch ziemlich daneben: 30 Minuten vor Schluss sollten es noch 3 Stunden sein.
hmm 32mb sinn echt nich viel aber mp3s sind ja ganz einfach in 64kb-wmas umzuwandeln ...die qualität is nur wenich schlechter aber dafür passt dann doch ne ganze menge mehr drauf (komplettes album ~25mb) .... und backpacks gibs auch ganz billich bei ebay ...
sonst gibts eigentlich nich viel zu meck0rn ... verarbeitung is n bisschen wackelich (ein/aus-schalter , control-panel) und allzu oft trifft man den pause-knopp nich richtich aber dafür die stopp-taste ... is manchmal ziemlich ärgerlich ...
trotzdem gibts ne 8
02.05.2003 - 20:21
Gemessen am Standard der Geräte des Jahrgangs 2003 ist der RIO 600 veraltet.
Für sich betrachtet ist es aber ein netter MP3-Player mit guter Bedienbarkeit (mal abgesehen vom zu tief ins Gehäuse eingelassenen Play-Dial, dem zu weit außen sitzenden \"Lauter\"-Knopf und der zu wackligen Einschalttaste.
Massive Kritikpunkte:
Nach Einspielen der 155er Firmware wird der Player etwas schizoid. Er betrachtet nicht den Gesamtspeicher sondern den internen (32MB) und den externen (32-128MB) getrennt.
Das führt dazu, das beim Upload immer Speicher verlorengeht. Komplett ge-mp3-te Alben haben meist eine Länge von 50-80MB und müssen daher immer gesplittet werden -sehr unschön!
Der Ein-Lock-Ausschalter ist eine Fehlplanung. Nicht nur das er zu wacklig ist: Beim Schalten von \"Normal\" auf \"Lock\" schaltet man den Player rucki-zucki aus Versehen aus. Das kommt oft vor!
Extrem negativ:
Support und Verfügbarkeit von Upgrades - ganz Besonders Backpacks und Frontplates sind so gut wie nicht oder nur überteuert zu bekommen. Die sehr nett aussehende schwarze Frontplate liefert Rio nur in die USA und Canada - auf Anfrage, ob es gegen Erstattung der Versandkosten möglich wäre, mir das Teil hierher zu schiken, bekam ich die Antwort: \"..it\'s our company policy to ship only inside the USA and Canada...\"
Nett!
Das Kabel zum Bespielen des RIO 600 ist viel! zu kurz. 50-80cm mehr wären besser. Der Stecker hätte etwas asymetrischer ausfallen können um einen das Gefummel zu ersparen.
Die mitgelieferte Software finde ich ätzend. Eine simple Integration in den Windows-Explorer als \"Removeable Storage\" hätte ich persönlich vorteilhafter gefunden.
Zudem sind in der Software einige Sachen drin, die mich sehr an DRM, Palladium, TCPA und Co. erinnern.
Positiv:
Das Display ist sehr gut lesbar und mit seiner blauen Beleuchtung ziemlich ansprechend. Leider geht durch die gefällige ovale Form Platz verloren
Die Wipptaste für Play, Stop, Pause, Rewind ist zwar wacklig und zu tief ins Gehäuse eingelassen aber recht gut auf dem Gerät positioniert - man kommt gut ran.
Die Bedienung ist absolut intuitiv und erfordert eigentlich nicht das Studium des Handbuches - mir geht es jedenfalls so.
Das Gehäuse ist recht vernünftig gearbeitet und gefällt - trotz der relativ großen Dimensionen - durch seine ansprechende Form.
TIP:
Amaton.de verkauf den Player momentan im Set mit zusätzlichem 32MB Backpack (Akku und (Reise)Ladeteil dabei), 3 (eher hässlichen) Frontplatten und einem RIO-Case für 99,00 EUR (inklusive Versand). Die Summe der Einzelteile beträgt 326 EUR - also eine satte Ersparnis.
Aber Achtung:
Das Gerät scheint ein Auslaufgerät zu sein, von dem Momentan die Restposten vertickt werden. Es ist nicht unbedingt damit zu rechnen, das die Firmware weiter gepflegt wird (was ich persönlich bedauere, weil ich gerne das OGG-Format gesehen hätte).
Fazit: Gemessen am Preis ein netter Player mit hervorragendem Klang, richtig Power (ohja, er kann laut werden!) aber auch ein Player mit unnötigen Schwächen.
Wer das Gerät bei Amazon für 99 EUR kauft macht keinen schlechten Deal - auch wenn der Speicher nicht üppig ist.
Achja... Zur Laufleistung: Mit vollem Akku läuft das Teil um die 11 Stunden (Akku gibts im Backpack). Allerdings muss der Akku zuerst rund 300 Minuten kalibriert werden (nach Update der Firmware auf 1.55!!!)
Grüße
OxnoxO
21.02.2003 - 14:25
Bis jetzt war ich mit den rio-Playern sehr zufrieden, aber den Rio600 kann ich nicht empfehlen. Mal abgesehen davon dass das backpack zu wenig Speicherplatz besitzt, muss man gleich ein neues kaufen, wenn man mehr Speicherplatz will.
Außerdem halten due Akkus nicht sehr lange. Nach knapp einem Jahr ist der Player dann kaputt gegangen: Ich war im Winter joggen, und wie immer bei kalten Temperaturen, ging der Player plötzlich aus. Doch nachdem ich den Rio600 zu Hause wieder aufgewärmt hatte, lief die Liedwiedergabe nur noch mit rauschen. Selbst mit Firmwareupdate ließ sich das nicht mehr entfernen.
Ich empfehle allgemein eher Player mit Festplatte, Speicherkarten (oder Backpacks) machen keinen Spaß!