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HANDHABUNG
Sämtliche Bedienelemente wurden an den beiden Seiten des Geräts ergonomisch sinnvoll platziert. So wird die Bedienung mit einer Hand in Handy-Manier ermöglicht und die Tasten, von der Hold-Funktion einmal abgesehen sind es acht an der Zahl, sind somit gut von Zeigefinger und Daumen erreichbar. Probleme hingegen gab es beim Test aber immer wieder mit der teilweise sehr schwammigen Reaktion der Play-Taste und mit dem eigenwilligen Scrollrad. Um die Anzahl der Tasten zu minimieren, hat man diese größtenteils doppelt belegt, abhängig von der Dauer des Drucks. So passiert es immer wieder, dass man im falschen Menü landet oder unbeabsichtigte Funktionen auslöst. Wie schon erwähnt, ist besonders das Scrollrad charakterstark und will mit viel Gefühl behandelt werden. Macht man dies nicht, dann gelingt der Sprung vom MP3- in den UKW-Modus anstatt, wie eigentlich geplant, die Lautstärke zu verstellen. Aber hier gilt: Übung macht den Meister.
Die Menüführung an sich ist gut durchdacht und macht insgesamt Sinn. Meistens bewegt man sich mit dem berüchtigten Scrollrad durch abwechselndes Drücken und Drehen durch die kleinen Icons im Menübaum. Allerdings müssen sich die Macher bei eSTAR die Frage gefallen lassen, warum man das Optionsmenü zur Einstellung der Weckzeit und deren eigentlichen Aktivierung in zwei verschiedenen Menü-Ordnern hinterlegt hat. Weitere Rätsel gibt einem die Bedienung jedoch nicht auf, ausführliches Studium des Handbuchs vorausgesetzt. Alternativ hilft auch die weniger zu empfehlende Try-and-Fail-Methode. DISPLAY Ein besonderes Highlight des MX-7010 ist sein Mäusekino. Das organische LED (OLED) bietet mit seinen zwei Farben (Orange/Türkis) und je 16 Graustufen einen wahren Augenschmaus. So erlaubt das 96x64 Bildpunkte große Display den Einsatz von selbst erstellten Start-Bildern oder gar kleinen Animationen im GIF-Format, die sich ganz einfach mit der mitgelieferten Software erstellen lassen. Die Achillesferse stellt, im Gegensatz zu herkömmlichen Anzeigen, die Lebensdauer von nur drei Jahren dar, sofern sie täglich 12 Stunden in Betrieb ist (laut Hersteller). Unter diesen Umständen relativiert sich der scheinbare Nachteil wieder, denn die frei konfigurierbare Abschaltautomatik des Displays verhindert eine derartige Überstrapazierung desselbigen. Damit die edle Display-Oberfläche nicht allzu schnell Opfer von Kratzattacken wird, wurde sie aus einem speziellen Acryl, der Handyindustrie entnommen, gefertigt.
Je nach gewähltem Modus präsentiert die Anzeige auf vier Zeilen grundlegende Informationen wie Titel, Spielzeit, Equalizer-Einstellung oder Play-Mode. Sinnvoll fiel die automatisierte Laufbandfunktion für lange Song-Titel auf; so geht auch dann der Überblick nie verloren. Wer darüber hinaus noch weitere Informationen zu Systemstatus, Uhrzeit oder Datei-Daten erhalten möchte, zappt einfach per Scrollrad durch die einzelnen Funktionen. Neben der automatischen Abschaltung ist auch ein manueller "Lichtschalter" vorgesehen, um der Farbenpracht Einhalt zu gebieten. Um trotzdem darüber Auskunft zu geben, ob der Player noch in Betrieb ist, blinkt zur Information im Intervall eine grüne Diode auf, die geschickt in der schwarzen Oberfläche des Displays versteckt ist. Falls gerade eine Verbindung zum PC besteht, unterrichtet eine rote Diode über diesen Zustand.
SOUNDQUALITÄT In Sachen Sound spielt der Monolith in der Oberklasse mit. Sechs vordefinierte Equalizer-Konfigurationen, von Pop über Klassik bis Live, lassen den jeweiligen Musikstil im optimalen Klangbild glänzen. So überzeugte vor allem der satte Sound in der Bass-Einstellung. Eine zusätzliche Bass-Funktion à la X-Bass haben wir nicht vermisst, da der ohnehin schon kräftige Tiefton ansonsten die kleinen Ohrhörer vermutlich kapitulieren ließe. Wer möchte, kann über die werksseitig definierten Modi hinaus mit dem fünffachen Equalizer die Lautstärken der einzelnen Frequenzbereiche nach seinen eigenen Vorlieben bestimmen. Allerdings ist bei dieser Tüftelei ein wenig Geduld gefragt, denn es kann immer nur vorwärts zum nächsten Frequenzbereich gesprungen werden, niemals rückwärts. Ebenfalls per Scrollrad wird die Lautstärke, die ihren Zenit in der Stufe 30 findet, reguliert. In ruhiger Umgebung lässt die mittlere Stufe bereits schmerzhaft das Trommelfell erzittern. So konnte der MX-7010 sogar im inneren eines Flugzeugs während des dröhnenden Starts lautstark seiner Aufgabe nachkommen. Damit konnten sich auch gleich die mitgelieferten 2 x 13 Milliwatt-Knopfohrhörer beweisen - mit Erfolg. Schlicht im Design, groß im Klang, brauchen sie den Vergleich mit alternativen Ohrhörern im mittleren Preissegment nicht scheuen. Um die Abspielgeschwindigkeit verändern zu können, genügt ein kleiner Tastendruck und dann die Regulierung über das Scrollrad. Ob nun Sprachaufnahme oder MP3-Song, in jedem Wiedergabemodus werden Geschwindigkeitsveränderungen im Bereich von 75 bis zu 140 Prozent ermöglicht. Wer also schon immer mal seine Stimme in Micky Maus' Tonlage hören wollte, soll nun Gelegenheit dazu haben. [Weiter zu Software / Lieferumfang »] Kommentare
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