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Home Page : Hardware : Portable Player : T20 FM iriver SEITE 1 | 2 | 3 | [Nächste Seite »]
Kleiner Zwerg ganz groß ALLGEMEIN Mitte dieses Jahres brachte iriver, seines Zeichens Spezialist portabler Audio- und Videolösungen, einen neuen digitalen Audioplayer auf den Markt. Die auf der Flashspeichertechnologie basierende T20-Serie ist je nach Ausstattung in den Farbkombinationen schwarz/rot (512MB) oder schwarz/gold (1GB) erhältlich. Jetzt hat iriver den T20 mit dem Kürzel "FM" nachgeschoben, was nichts anderes bedeutet, als dass ein Radio (FM Tuner) zusätzlich in das Gerät integriert wurde. Alle sonstigen Funktionen bleiben jedoch, ob nun mit oder ohne Tuner, von Veränderungen unberührt. Dabei spielt das Gerät MP3- und WMA-Dateien (je 8 bis 320 KBit/s) sowie OGG Vorbis und das Advanced Streaming Format (ASF) ab. Gute Nachrichten gibt es auch für Fans von Hörbüchern, denn die Möglichkeit eines sekundengenauen Wiedereinstiegs (Resuming) in den zuletzt gehörten Titel ist konfigurierbar. Dass es nicht unbedingt auf die Größe ankommt, zeigt der winzige Player eindrucksvoll. Auch wenn man es dem Kleinen nicht sofort ansieht, steckt in ihm doch ein sprichwörtiches Multitalent. Denn sein Funktionsumfang reicht vom obligatorischen Abspielen digitaler Audiodateien über Sprach- und Radioaufnahmen, Sleeptimer/ Wecker und dem bereits erwähnten Radio bis hin zum USB-Stick. Dabei ist besonders letzteres zu erwähnen, hat man doch eine clevere Variante gefunden, das Gehäuse so klein wie nur möglich zu halten. Denn den ansonsten platzraubenden USB-Stecker kann man bei Nichtgebrauch mittels Schieber einfach im Player versenken.
Doch wer sich jetzt bereits auf einen unkomplizierten Wechseldatenträger - so wie von USB-Sticks gewohnt - freut, ist auf dem Holzweg. Wer kein Windows XP auf seinem Rechner zu laufen hat, für den heißt es ganz klar: Ich muss draussen bleiben. Doch selbst mit Windows XP erscheint nach erfolgreicher Verbindung mit dem PC kein neues Wechselmedium auf dem Bildschirm. Zuvor muss der im Lieferumfang enthaltete Windows Mediaplayer der Version 10 installiert werden, erst dann ist ein Datentransfer zwischen Computer und MP3-Player möglich. Jedoch ist auch das noch kein Garant dafür, dass wirklich alle beliebiegen Dateitypen wirklich vom Player akzeptiert werden. Hintergrund dieser benutzerunfreundlichen Komplikationen - mit der sich auch Kunden anderer iriver-Produkte plagen müssen - ist das so genannte Digital Rights Management (DRM). Die DRM-Einbindung soll die unkontrollierte Verbreitung urheberrechtlich geschützter Titel verhindern. Wie es einfacher und vor allem benutzerfreundlicher gehen könnte, zeigt z.B. Apple mit seinen iPod-Produkten. Im Kaufpreis enthalten ist eine Urheberrechtsabgabe, die einen iPod völlig legal zum Massenspeicher, also zum Leermedium macht. Wer als Hersteller diese Gebühr nicht zahlt, läuft Gefahr, eine entsprechende Klage bezüglich Urheberrechtsverletzungen aufgebrummt zu bekommen. Eine Alternative dazu stellt iriver's Methode dar, deren Geräte nicht so einfach als USB-Massenspeicher Verwendung finden zu lassen. Schade.
Deshalb werden auf den nordamerikanischen und europäischen Märkten - wo entsprechende Urheberrechtsbestimmungen herrschen - u.a. die iriver Player der T20-Serie als MTP-Version vertrieben, also mit dem von Microsoft eingeführten Multimedia Transfer Protocol. Dies ist ein klarer und bedauerlicher Rückschritt in Sachen Kompatibilität, weshalb der eine oder andere potentielle Käufer wohl etwaige Konkurrenzprodukte in Augenschein nehmen dürfte. Interessant ist im Übrigen die Tatsache, dass iriver-Produkte, die auf dem asiatischen Markt im Angebot sind, wie gewohnt vom PC als USB-Wechseldatenträger erkannt werden und demzufolge ein Datentransfer schnell und ohne Installation weiterer Programme vonstatten gehen kann, da hier auf das MTP verzichtet werden konnte. HANDHABUNG Dennoch gibt es neben diesem - zugegebenermaßen - ärgerlichen Aspekt auch Gutes zu berichten. So glänzt der T20 mit einer hervorragenden Verarbeitung. Eine Mischung aus Kunststoff und Metalleinlagen lässt den Player solide und dabei sogar ein wenig edel aussehen. Es klappert und wackelt nichts; die Tasten sind sauber aus einem Guss mit der aus Metall bestehenden Rückseite verschmolzen. Das Resultat sind saubere Spaltmaße und Kanten. Aufgrund seiner äußerst geringen Abmessungen ist eine einhändige Bedienung des Sticks nahezu unmöglich, da es schlichtweg am notwendigen Halt fehlt und sich zudem das Display nur noch senkrecht ablesen ließe. Wer sich erst einmal mit der Handhabung des Players vertraut gemacht hat, dürfte durchaus Gefallen daran finden. So erkennt erst der Geübte, dass sich der Hersteller seine Gedanken gemacht hat, um mit möglichst wenigen Tasten einen optimalen Bedienkomfort zu erreichen. Selbstverständlich wurden zwecks effektiver Platznutzung die meisten Tasten doppelt belegt, was aber zu Beginn etwas für Verwirrung sorgt. Abgesehen von der "Hold"-Taste befinden sich alle anderen Bedienelemte an den beiden Seiten, wobei die "Blindbedienung" recht schwierig sein dürfte, da das Gerät mit seinen glatten Flächen kaum markante Orientierungspunkte bietet. Die Navigation durch die verschiedenen Funktionen ist etwas gewöhnungsbedürftig; eine intuitive Steuerung ist kaum möglich. Mittels Ordnerunterstützung ist das Anwählen von Alben und Titeln leicht und übersichtlich, sofern der Benutzer seine Alben zuvor in jeweils eigenen Verzeichnissen abgelegt hat. Ansonsten könnte bei bis zu 200 Musiktiteln ein ziemliches Datenchaos für Ärger sorgen, sind diese dann alle in einem einzigen gemeinsamen Verzeichnis untergebracht. [Weiter zu Display / Soundqualität / Fazit »] Kommentare
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