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SOFTWARE / DATENÜBERTRAGUNG Entgegen aller weit vorherrschender Meinungen kann auch ein iPod nano als vollwertiger Wechseldatenträger genutzt werden, ohne dabei auf die Apple Software iTunes zurückgreifen zu müssen. In der Tat lassen sich die schon erwähnten Ex- bzw. Importdateien für Notizen, Aufgabenlisten oder Adressdatenbank z.B. unter MS-Windows bequem per Drag&Drop in die dafür vorgesehenen Ordner auf dem iPod ziehen, als würde es sich bei diesem um ein herkömmliches Laufwerk handeln.
Auch Musikdateien lassen sich auf diese Art mit dem Gerät transportieren, aber nicht abspielen. Wobei wir an der Achillesferse des iPod angelangt wären. Um Musiktitel abspielbar zu machen, muss die von Apple mitgelieferte Software namens iTunes auf dem Rechner installiert werden, was nach Registrierung der Gerätenummer schnell und unkompliziert vonstatten geht. Offiziell können die Songs zum Player nur mit dem iTunes-Programm kopiert werden, es stehen jedoch alternative Möglichkeiten von Drittanbietern, wie z.B. RealPlayer ab Version 10.5 oder ephPod, zur Verfügung. Der Datentransfer sollte auch nur in eine Richtung gelingen. Wer also seine Musikdateien an einen Freund weitergeben möchte, wird bei diesem Versuch normalerweise erfolglos bleiben. Doch mit ein bisschen Tüftelei unter Windows oder einem Tool beim Mac kann auch dieses Problem umgangen werden.
Apple's iTunes muss man jedoch zugute halten, dass es mit seinen Funktionen, vom Encoding einer Audio-CD bis hin zur Titelverwaltung, perfekt auf den iPod nano zugeschnitten ist und damit die empfehlenswerteste Variante darstellt. Bevor man zum Hörgenuss kommt, werden zuerst die gewünschten Audio-Tracks von einer CD oder einem anderen Ort in die Bibliothek geschoben und dabei, wenn erforderlich, automatisch in eines der unterstützten Audioformate umgewandelt. Welches es sein soll und in was für einer Qualitätsstufe, liegt ganz beim Benutzer. Das Einlesen eines 4,5 Gigabyte großen MP3-Archivs in die iTunes-Bibliothek dauert nicht einmal 10 Sekunden, da die Software nur einen eigenen Index anlegt und weiterhin die original Dateien nutzt. Wer allerdings Informationen (ID3-Tags) der Titel verändert, macht dies auch in der Quelldatei. Sofern diese Funktion nicht abgeschaltet ist, aktuallisiert sich der iPod nano mit jeder Verbindung zum Computer vollkommen selbstständig. Aber auch hier können dem Programm vielfältige Anweisungen für die Automatisierung erteilt werden, wie z.B. "nur Songs von Interpret XY" oder "nur Titel mit Wertung X". Natürlich lässt iTunes auch eine manuelle Verwaltung der Dateien zu, damit auch wirklich nur die Titel auf dem Player gelöscht oder hinzugefügt werden, wie ausdrücklich gewünscht. Auch wenn ein "Rücktransport" der Daten vom Player zum Rechner nicht möglich ist, so können doch die individuellen Informationen untereinander ausgetauscht werden. Hat man beispielsweise die Bewertung eines Liedes auf dem iPod geändert, so werden auch die Daten der Originaldatei in der Bibliothek auf den neuesten Stand gebracht. Voraussetzung für diese ganze "Zauberei" ist aber eine gewissenhaft geführte Ordnung. So sollte jeder Titel mindestens mit Interpreten- und Albumname gekennzeichnet werden, da sonst ein kaum einzudämmendes Chaos entstünde. Das Problem: alle Titel werden in einem einzigen Ordner angezeigt, können dort aber anhand von unzähligen Kriterien gefiltert und selektiert werden. In der originalen Verzeichnisstruktur zu stöbern, ist also nicht möglich, deshalb bleibt die Differenzierung sämtlicher Dateien das A und O. Ist diese Bedingung erfüllt, lassen sich Selektionen für eigene Wiedergabelisten blitzschnell vornehmen und der wirklich schnellen und präzisen Dateiverwaltung steht nichts mehr im Wege. Wer es einmal genutzt hat, möchte iTunes wohl nicht mehr missen.
Noch eine Funktion, die iTunes beinhaltet, ist der Apple Music Store. Einmal mit dem Internet verbunden, genügt ein Klick auf den Music Store Button und schon befindet man sich in einem riesigen Internetkaufhaus mit mehreren hunderttausend Musiktiteln, die nach dem Kauf der Auswahl einfach zur iTunes-Bibliothek hinzugefügt werden. Per Suchfunktion oder Kategorieauswahl ist der gewünschte Titel, der später im AAC-Format vorliegt, schnell gefunden. Auch der Genuss einer Hörprobe bleibt einem nicht verwehrt - 30 Sekunden lang wird in überzeugender Qualität ein Ausschnitt per Live Stream abgespielt. Die Preise für ganze Alben variieren stark, befinden sich aber im fairen Bereich. Einzelne Titel lassen sich auch erwerben, wobei das Stück für Deutschland 99 Eurocent kostet. Zusammen mit iTunes bietet der Music Store eine bequeme und schnelle Möglichkeit, um seine Musiksammlung zu erweitern. Weitere Informationen zum Thema iTunes finden sich in unserer Software-Sektion [Weiter zu Lieferumfang / Probleme / Fazit »] Kommentare
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