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HANDHABUNG
Zur Handhabung ist nur eines zu sagen: Click Wheel. Alle Tasten befinden sich in einem Steuerkreis, der mittels Berührung oder durch Drücken der fünf integrierten Tasten bedient wird. Auf diese Weise wird hier die Bedienung mit dem Daumen in Handy-Manier ermöglicht, wobei das Gerät tatsächlich wie ein solches gut in der Hand liegt. Damit in der Hosentasche nicht beabsichtigte Funktionen ausgelöst werden, kann die Hold-Taste an der Geräteoberseite dieses Missgeschick verhindern.
Wie auch das Einstellen der Lautstärke, erfolgt das Scrollen durch die Menüebenen per Gleitbewegung der Daumenspitze auf der kreisrunden Oberfläche des Click Wheels. Diese innovative Steuerung weiß zu überzeugen, ist die Steuerung intuitiv und somit kinderleicht zu meistern. Ein Blick ins virtuelle Handbuch kann man sich getrost sparen. Weder die Bedienelemente noch die einfach und sinnvoll gestaltete Menüstruktur geben Rätsel auf. DISPLAY In der Diagonale misst das Display knapp über 3,8 cm und präsentiert sich mit LED Hintergrundbeleuchtung und maximal 65.000 Farben. Auf sieben Zeilen werden sämtliche Informationen sprichwörtlich mit aller Deutlichkeit dargestellt. Bei guten Lichtverhältnissen lässt sich sogar Energie sparen, indem man auf die Hintergrundbeleuchtung verzichtet. Wer möchte, kann das Licht auch permanent brennen lassen und ansonsten sorgt ein einstellbarer Timer für eine angemessene Zeitspanne, nach deren Ablauf die Beleuchtung erlischt und das - weil heute schick - mit dimm-Effekt. ![]() Im Abspielmodus zeigt das Display die Namen des Albums und des Titels, die abgelaufene und noch zu spielende Zeit an. Darüber hinaus informiert eine Art Ladebalken den Fortschritt im aktuellen Song. Des weiteren unterrichten neben der Uhrzeit zusätzliche Symbole über den momentan gewählten Play Mode (Repeat/Shuffle) und den Akkuzustand. Mit der Auswahltaste lassen sich weitere Informationsfenster zum aktuellen Titel abrufen, nicht zuletzt die schon erwähnte Eigenwertung mittels zu vergebener Sternchen. Auf irreführende und verpsielte Icons wurde glücklicherweise ebenso verzichtet, wie auf andere grafische Spielereien. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass doch mal eine Funktion Rätsel aufgibt, steht in manchen Menüs eine Art Onlinehilfe auf dem nano zur Verfügung, die genaue Instruktionen zum weiteren Vorgehen gibt. SOUNDQUALITÄT Der iPod nano hat insgesamt gute Klangqualitäten aufzuweisen - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Einen derart satten Sound, wie er bei manch anderen Produkten der Konkurrenz zu hören ist, lässt der Kleine etwas vermissen. Allerdings ist eine klangliche Verbesserung zum iPod mini spürbar und bei Verwendung von hochwertigeren Kopfhörern ist das Defizit so gut wie kompensiert. Denn, wie auch fast alle anderen Player auf dem Markt, leidet auch der iPod nano zu Unrecht unter seinen mitgelieferten Standardkopfhörern. Diese sollten von anspruchsvollen Benutzern gleich verbannt und mit Besserem ersetzt werden. Dass es Besseres gibt, beweist Apple selbst, denn eine nicht ganz unbeträchtlich große Auswahl an Kopfhörern wird in Apple's online-Shops angeboten. Zwecks Feinabstimmung stehen 20 Equalizer-Einstellungen zur Verfügung, die sich über sämtliche Sparten, wie Rock, Klassik, HipHop oder Gesang erstrecken. Jedoch hat man vor allem im Tieftonbereich schon Volleres zu hören bekommen. Immerhin ist das Spektrum der gebotenen Voreinstellungen sehr umfangreich, eine manuelle Einstellungsmöglichkeit der einzelnen Frequenzen hätte dem ansonsten so überzeugenden Player dennoch nicht geschadet. Ist der Equalizer aktiv, so kann bei manchen Songs und genauem Hinhören ein störendes Kratzen bemerkt werden. In diesem Fall hilft nur noch, den Equalizer einfach auszuschalten. Dabei darf erwähnt werden, dass dies nicht besonders tragisch ist, da sich das Klangbild ohnehin nicht diffenziert genug verändert - ein Manko, das sich durch sämtliche iPod-Reihen zieht. Schade. Ein Umstand, der nur die iPod-Player aus dem europäischen Verkauf betrifft, ist die Lautstärkebeschränkung. Ähnlich wie in der Autoindustrie, in der die meisten Hersteller ihre Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h drosseln, verhält es sich auch mit maximalen Lautstärken bei portablen Musikgeräten. Eigentlich zum Schutz für das Trommelfell gedacht, wird diese vermeintliche Sicherheitsvorkehrung schnell zum Ärgernis. Bereits bei Umgebungsgeräuschen in öffentlichen Verkehrsmitteln ist selbst die höchste Lautstärkeeinstellung oft nicht ausreichend laut genug. Es gibt aber zwei Lösungsansätze, um das Lautstärkeproblem in den Griff zu bekommen. Zum einen können die Titel allesamt in der iTunes-Bibliothek, auf die im Bereich SOFTWARE / DATENÜBERTRAGUNG näher eingegangen wird, per Software in der Lautstärke erhöht werden. Das kann jedoch zu Qualitätseinbußen führen, deshalb besteht die Möglichkeit, einen Patch zu installieren, der die Lautstärkebeschränkung des europäischen iPods aufhebt. Meist als Freeware angeboten, kann dieser Patch auf einschlägigen Internetseiten bezogen werden. Jedoch ist darauf zu achten, dass die Modifikationen reversibel sind, da ansonsten die Garantieansprüche auf das Gerät erlöschen. [Weiter zu Software »] Kommentare
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