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HANDHABUNG Um trotz der geringeren Oberfläche alle Bedienelemente auf der Gerätevorderseite unterbringen zu können, wurde das schon vom iPod bekannte Touch Wheel zu einem Click Wheel umgestaltet. Dadurch rutschten alle Tasten in den Steuerkreis, der mittels Berührung oder durch Drücken der fünf integrierten Tasten bedient wird. Auf diese Weise wird auch hier die Bedienung mit dem Daumen in Handy-Manier ermöglicht, wobei das Gerät tatsächlich wie ein solches gut in der Hand liegt. Damit in der Hosentasche nicht beabsichtigte Funktionen ausgelöst werden, kann die Hold-Taste an der Geräteoberseite dieses Missgeschick verhindern.
Wie auch das Einstellen der Lautstärke, erfolgt das Scrollen durch die Menüebenen per Gleitbewegung der Fingerspitze auf der kreisrunden Oberfläche des Click Wheels. Für das virtuelle Rad ist ein wenig Fingerspitzengefühl erforderlich, da ein Druck auf die Tasten vom iPod mini relativ schnell als Drehbewegung interpretiert wird und man so ein falsches Feld markiert. Doch ansonsten weiß diese innovative Steuerung mit ihrer minimalen Tastenanzahl zu überzeugen. Weder die Bedienelemente noch die einfach und sinnvoll gestaltete Menüstruktur geben Rätsel auf, sodass die Inbetriebnahme des Players ein Studium des Handbuchs nahezu überflüssig macht.
DISPLAY Das 4,24 cm (Diagonale) große Graustufen-LCD wartet zusammen mit seiner blau-weißen LED-Hintergrundbeleuchtung mit einer beeindruckenden Helligkeit auf, die des Nachts glatt als Leselampe durchgehen könnte. Auf zumeist sechs Zeilen werden sämtliche Informationen sprichwörtlich mit aller Deutlichkeit dargestellt. Bei guten Lichtverhältnissen lässt sich sogar ohne weiteres Energie sparen, indem man auf die Hintergrundbeleuchtung verzichtet. Wer möchte, kann das Licht auch permanent brennen lassen, sonst sorgt ein einstellbarer Timer für eine angemessene Zeitspanne, nach deren Ablauf die Beleuchtung erlischt. Im Abspielmodus zeigt das Display die Namen des Albums und des Titels, die abgelaufene und noch zu spielende Zeit an. Darüber hinaus informiert eine Art Ladebalken den Fortschritt im aktuellen Song. Des weiteren unterrichten neben der Uhrzeit zusätzliche Symbole über den momentan gewählten Play Mode (Repeat/Shuffle) und den Akkuzustand. Mit der Auswahltaste lassen sich weitere Informationsfenster zum aktuellen Titel abrufen, nicht zuletzt die schon erwähnte Eigenwertung mittels zu vergebener Sternchen. ![]() Auch wenn dem einen oder anderen ein einfarbiges Display antiquiert vorkommen mag, kann es doch mit seiner durchdachten Gliederung und klaren Funktionalität eines Besseren belehren. Irreführende Icons werden ebenso wenig vermisst wie andere grafische Spielereien. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass doch mal eine Funktion Rätsel aufgibt, steht eine Art Onlinehilfe auf dem iPod mini zur Verfügung, die genaue Instruktionen zum weiteren Vorgehen gibt. SOUNDQUALITÄT Sämtliche von uns getesteten Audioformate führten zu dem Schluss, dass der iPod mini im Vergleich mit anderen digitalen Musikgeräten gute Klangqualitäten aufzuweisen vermag - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Einen derart satten Sound, wie er bei manch anderen Produkten der Konkurrenz zu hören ist, lässt der Player von Apple vermissen. In erster Linie könnte dieses Problem den mitgelieferten, von Apple als hochwertig angepriesenen, Knopfohrhörern zuzuschreiben sein. Besonders bei hohen Gesangseinlagen kommen diese schnell mit Knacksgeräuschen an ihre Grenzen. Aber auch mit Referenzkopfhörern will sich das ultimative Klangerlebnis nicht so recht einstellen. Zwar stehen zur Feinabstimmung 20 Equalizer-Einstellungen zur Verfügung, die sich über sämtliche Sparten, wie Rock, Klassik, HipHop oder Gesang erstrecken, aber vor allem im Tieftonbereich hat man schon vollere Töne zu hören bekommen. Immerhin ist das Spektrum der gebotenen Voreinstellungen sehr umfangreich, eine manuelle Einstellungsmöglichkeit der einzelnen Frequenzen hätte dem selbsternannten Soundwunder aber dennoch nicht geschadet. Ein Umstand, der nur die iPod-Player aus dem europäischen Verkauf betrifft, ist die Lautstärkebeschränkung. Ähnlich wie in der Autoindustrie, in der die meisten Hersteller ihre Fahrzeuge aus Sicherheitsgründen auf eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h drosseln, verhält es sich auch mit maximalen Lautstärken bei portablen Musikgeräten. Eigentlich zum Schutz für das Trommelfell gedacht, wird diese vermeintliche Sicherheitsvorkehrung schnell zum Ärgernis. Bereits bei Umgebungsgeräuschen in öffentlichen Verkehrsmitteln ist selbst die höchste Lautstärkeeinstellung nicht ausreichend laut genug. Getrost als Katastrophal kann man das Hören von Natur aus leisen Songs bezeichnen. Es gibt aber zwei Lösungsansätze, um das Lautstärkeproblem in den Griff zu bekommen. Zum einen können die Titel allesamt in der iTunes-Bibliothek, auf die im Bereich SOFTWARE / DATENÜBERTRAGUNG näher eingegangen wird, per Software in der Lautstärke erhöht werden. Wem das zu aufwendig ist, der kann einen Patch installieren, der die Lautstärkebeschränkung des europäischen iPods aufhebt. Meist als Freeware angeboten, kann dieser Patch auf einschlägigen Internetseiten bezogen werden. Jedoch ist darauf zu achten, dass die Modifikationen reversibel sind, da ansonsten die Garantieansprüche auf den Player erlöschen. [Weiter zu Software »] Kommentare
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