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Unlizensierte Webradios im Visier der GEMA
(MPeX.net/DB) - Mit Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen geht die GEMA eigenen Angaben zufolge zur Zeit gegen Betreiber unlizensierter Webradios vor. Von 50 Webradiobetreibern fordere die GEMA nun anwaltlich die erforderlichen Informationen zur Musiknutzung sowie die Lizenzzahlungen ein. Der Verband macht in seinen "Schadensrechnungen" die doppelte Höhe des ursprünglichen Tarifs geltend. Damit sollen "die Kosten der Piraterierecherche und -verfolgung", wie es in der Mitteilung wörtlich heißt, nicht zu Lasten der Musikschaffenden oder Lizenzzahler gehen. Zudem würden den betreffenden Betreibern auch die Anwaltskosten in Rechnung gestellt und man behalte sich strafrechtliche Schritte vor.
Seit April dieses Jahres können Webradiobetreiber im GEMA Lizenzshop ihre Musiknutzung lizenzieren. Derzeit seien dort über 800 Webradios angemeldet.
Die deutsche "Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte" (GEMA) verwaltet die Nutzungsrechte der Musikschaffenden und leitet daraus resultierende Lizenzbeiträge an die Komponisten, Textdichter und Musikverleger weiter.
