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ATRAC3 ist der von Sony entwickelte MusikkompressionsCodec.
Das Adaptive Transform Acoustic Coding3 ist eine Fortentwicklung von ATRAC, welches ursprünglich für die Komprimierung von Minidiscdaten entwickelt wurde.Allerdings komprimiert ATRAC3 Musikdaten etwa doppelt so gut wie ATRAC. Wobei die Verwandtschaft der beiden Formate die Umwandlung vom MinidiscATRAC in ATRAC3 wesentlich erleichert. Die ATRAC3 Beispiele, die Sony bis Ende März 2000 auf der Sonysite Japan zum Anhören bereitstellt sind mit 66kbps (1 min = 448 Kb), 104kbps (1 min = 676 Kb) und 132kbps (1 min = 969 Kb) gecoded. Die Soundqualität eines 132kbps codierten ATRAC3 liegt etwa bei der eines 128kbps gekodeten MP3´s - wobei die Minute Musik dann bei beiden Formaten ungefähr 1Mb Speicherplatz belegt. Natürlich ist ATRAC3 kopiergeschütz und SDMI kompatibel - über die genaue Architektur der Sicherung ist von Sony nichts zu erfahren. ATRAC3 komprimiert Musikdaten, genau wie MP3, nach einem Psychoakustikmodel. Dabei werden die Frequenzen in einem Musikstück entfernt, die durch andere, gleichzeitig gespielte, überlagert werden und deshalb für das menschliche Ohr nicht wahrzunehmen sind. Die Mitarbeiter vom Fraunhofer Institut haben lange an der Psychoakustik des Fraunhofer MP3 Codecs gefeilt. Der Fraunhofer Codec ist - so unsere Meinung - was die Qualität der Muisk angeht durch andere Codecs ungeschlagen. Wie gut ATRAC3 psychoakustisch arbeitet und ob es nun besser, schlechter oder genauso gut ist wie MP3 - bleibt dem Urteil jedes einzelnen Höhrers überlassen. Ich finde, daß AAC (MP3 Nachfolger) bei dichterer Kompression ( nämlich 96kbps ) genauso gut klingt wie 132kpb ATRAC3. Wieso also ATRAC3 ? - Wieso gibt sich Sony nicht damit zufrieden den AAC Codec zu benutzten und sicher zu machen ? Sony will seine Musik im eigenen Format ins Netz stellen und verkaufen können. Die unglaubliche Menge an Musikrechten die Sony besitzt ist dabei der Hebelpunkt, um den Musikkonsumenten wieder einmal die "all-in-one" Falle - Musik von Sony, Codec von Sony, Hardware von Sony - bauen zu können. Im Februar 2000 hat Sony die Lizenzrechte an ATRAC3 an sieben große Firmen vergeben - die bauen mit an der "all-in-one" Lösung. Bleibt also zu hoffen, daß die Musikkonsumenten nicht das Nachsehen haben, weil Sony ATRAC3 mit seinen Musikrechten etablieren muß - und dabei der Wettbewerb um den besten Codec augeschaltet wird. Nachtrag (Januar 2001): Schon seit einiger Zeit findet Sonys ATRAC3 Technologie Verwendung in RealAudio8, das CD-Qualität bei einer Bitrate von 64kbps verspricht. Eigene Hörtests zeigen aber, dass dies noch nicht einmal bei 132kbps erreicht wird. Die eigentliche Domäne von Real liegt ja auch eher im Streaming-Bereich, wo ATRAC3 auf jeden Fall bessere Qualität erreicht als der ältere G2-Codec, der anders als sein Nachfolger auf schmalbandige Verbindungen ausgelegt war. |
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